Truppenhilfe für Saudi-Arabien
Pakistan und die Türkei verlegen gemeinsam Truppen nach Saudi-Arabien. Hintergrund sind neue Angriffe der Huthi-Miliz, bei denen in Riad mehrere Explosionen gemeldet wurden.

Foto: The Shura Council / Wikimedia Commons, Public domain
Pakistan und die Türkei reagieren auf die jüngsten Angriffe auf Saudi-Arabien mit einem militärischen Schritt: Beide Länder wollen zügig gemeinsame Truppen in das Königreich entsenden. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der drei Staaten hervor, die nach einem Dringlichkeitstreffen in Riad veröffentlicht wurde.
Beschlossen wurde die Verlegung im Rahmen der sogenannten Mekka-Verteidigungsallianz. Laut Mitteilung sollen die vereinbarten Streitkräfte und militärischen Mittel schnell in Saudi-Arabien stationiert werden. Offen blieb zunächst, wann genau die Einheiten eintreffen und welche Aufgaben sie dort übernehmen sollen.
Neue Angriffe auf Riad
Auslöser der Entscheidung sind neue Attacken auf Saudi-Arabien. In der Hauptstadt Riad waren am Montagabend nach Angaben von AFP-Journalisten mehrere Explosionen zu hören, nachdem es bereits zuvor am Tag Detonationen gegeben hatte. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz erklärte, sie habe den internationalen Flughafen von Riad, eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco und weitere Ziele im Land angegriffen.
- Treffen der drei Staaten am Montag in Riad
- Beschluss zur schnellen Truppenverlegung
- Mehrere gemeldete Explosionen in der Hauptstadt
Verteidigungspakt erst seit August
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten ihr gemeinsames Verteidigungsabkommen erst Anfang August geschlossen. Der Pakt entstand vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und seiner Folgen. Kern der Vereinbarung: Wird eines der drei Mitglieder angegriffen, sind die beiden anderen zur Unterstützung verpflichtet.
In ihrer Stellungnahme verurteilten die Vertreter der drei Länder die jüngsten Attacken auf Saudi-Arabien, besonders auch auf die heiligen Städte Mekka und Medina. Die Huthi-Miliz wurde dabei nicht ausdrücklich genannt. Klar ist aber: Die Sicherheitslage in der Region bleibt angespannt.
Quelle: Tagesschau