JETZT LIVE
Politik1. November 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Trump zögert bei Iran-Einsatz

US-Außenminister Marco Rubio sagt, Donald Trump habe noch nicht entschieden, ob die USA den Militäreinsatz gegen Iran wieder aufnehmen. Parallel verschärft Teheran den Ton und droht bei neuer Eskalation mit harten Gegenschlägen.

Trump zögert bei Iran-Einsatz

Foto: sn

Im Streit zwischen den USA und dem Iran ist weiter offen, ob es zu einem neuen Militäreinsatz kommt. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, Präsident Donald Trump habe darüber bislang keine Entscheidung getroffen. Auch zu einem möglichen Zeitplan für die von Katar geführten Gespräche zur Eindämmung der Kämpfe könne er nichts sagen.

Teheran erhöht den Druck

Aus dem Iran kamen unterdessen deutlich schärfere Signale. Laut übereinstimmenden Berichten iranischer Medien soll der oberste Führer Mojtaba Khamenei die Streitkräfte angewiesen haben, auf jede Bedrohung sofort zu reagieren. Demnach solle es bei einem Gegenschlag keine geografischen Begrenzungen geben. Außerdem sei verfügt worden, die Zieldatenbank zu überarbeiten und erreichbare materielle wie immaterielle Vermögenswerte der USA und Israels zu erfassen.

Auch politisch knüpft Teheran eine diplomatische Lösung weiter an Bedingungen. Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, schrieb auf X, der Weg für Verhandlungen sei offen, sobald sieben Bedingungen erfüllt seien. Für den Fall einer erneuten militärischen Eskalation drohte er zugleich mit neuartigen Waffen und vernichtenden Angriffen.

Neue Spannungen und offene Fragen

Zusätzliche Brisanz bekam die Lage durch Berichte aus den USA und dem Iran. Nach Medienangaben ließ sich Trump bei einem persönlichen Treffen mit dem CENTCOM-Chef Admiral Brad Cooper militärische Optionen für den Iran erläutern. Das wurde als mögliches Signal gewertet, dass ein größerer Einsatz vorbereitet werden könnte.

  • Rubio: Keine Entscheidung über neuen US-Einsatz
  • Iran: Sofortige Reaktion auf Bedrohungen angekündigt
  • Diplomatie: Gespräche weiter an Bedingungen geknüpft

Zugleich meldete der staatliche iranische Sender IRIB unter Berufung auf einen Provinzvertreter einen angeblichen US-Angriff auf zwei Fischerboote nahe der Insel Qeshm. Dabei sei ein Fischer verletzt worden. Unabhängig überprüfen ließ sich das zunächst nicht.

Quelle: sn