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Politik23. September 2026, 07:02 Uhr · von Redaktion

Trump und Selenskyj suchen Ausweg

Bei der UN-Vollversammlung in New York haben Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj über eine Deeskalation im Krieg mit Russland gesprochen. Selenskyj signalisiert Bereitschaft für eine Teilwaffenruhe und ein mögliches Treffen mit Wladimir Putin.

Am Rande der UN-Vollversammlung in New York haben sich Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj zu möglichen Schritten für eine Entschärfung des Kriegs mit Russland ausgetauscht. Der ukrainische Präsident sprach danach von einem positiven und produktiven Gespräch und machte deutlich, dass Kiew weiter auf Bewegung in der festgefahrenen Lage hofft.

Teilwaffenruhe im Energiesektor

Selenskyj bekräftigte bei dem Treffen die Bereitschaft der Ukraine, Angriffe auf Energieanlagen auszusetzen. Nach seinen Angaben soll dieser Vorschlag von den USA an die russische Seite weitergeleitet werden. Dabei geht es um eine begrenzte Feuerpause im Energiebereich, nicht um ein umfassendes Ende der Kampfhandlungen.

  • Ukraine signalisiert Verzicht auf Angriffe gegen Energieanlagen
  • Die USA sollen den Vorschlag an Moskau übermitteln
  • Russland hatte den Plan laut Kreml zuvor bereits zurückgewiesen

Aus Moskau kam allerdings schon vor dem Treffen ein ablehnendes Signal. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte den Vorstoß mit Verweis auf das Ziel einer umfassenden Friedensregelung zurückgewiesen. Damit bleibt offen, ob die Initiative überhaupt eine reale Chance auf Umsetzung hat.

Selenskyj offen für Treffen mit Putin

Zugleich stellte Selenskyj klar, dass Trump ihn nicht dazu gedrängt habe, auf ukrainische Angriffe etwa gegen die russische Ölindustrie zu verzichten. Hintergrund sind Äußerungen des US-Präsidenten aus den vergangenen Tagen, in denen er steigende Dieselpreise in den USA mit ukrainischen Attacken auf russische Raffinerien in Verbindung gebracht hatte.

Der ukrainische Präsident zeigte sich außerdem bereit für ein trilaterales Treffen mit Wladimir Putin und Trump. Sein Ziel: Die USA sollen einen Weg finden, Russland überhaupt wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Selenskyj verband das mit der Hoffnung, dass sowohl Washington als auch Kiew ein Ende des Kriegs noch vor dem Winter erreichen wollen.

Quelle: Tagesschau