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Politik29. Oktober 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Tote nach Drohnenangriff in Dnipro

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Bahnhof von Dnipro sind nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen getötet worden. Die Attacke traf einen Bahnsteig mit einem Vorortzug und einem Personenzug nach Saporischschja.

Tote nach Drohnenangriff in Dnipro

In der ukrainischen Großstadt Dnipro ist es zu einem besonders folgenschweren Angriff gekommen: Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung wurden bei einem Einschlag am Bahnhof mindestens 13 Menschen getötet. Weitere 13 Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Unter den Verletzten befindet sich demnach auch ein Kind.

Laut Behörden traf eine russische Drohne den Bahnhof zu einem Zeitpunkt, als dort sowohl eine S-Bahn als auch ein Personenzug in Richtung Saporischschja standen. Die ukrainische Eisenbahn erklärte, ein Bahnsteig sei von einer Drohne mit Düsenantrieb getroffen worden. Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie und betonte, dass es sich um einen zivilen Zug gehandelt habe.

Selenskyj fordert schärfere Sanktionen

Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff auf X als schrecklich und erneuerte seine Forderung, Strafmaßnahmen gegen Russland nicht zu lockern, solange der Krieg weitergeht. Aus seiner Sicht ist jetzt der Zeitpunkt für schärfere Sanktionen durch EU, USA und die G7 gekommen. Dazu veröffentlichte er Bilder und ein Video, die die Folgen der Attacke zeigen sollen.

  • Ort des Angriffs: Bahnhof in Dnipro
  • Todesopfer: mindestens 13
  • Verletzte: 13, darunter ein Kind
  • Betroffen: Bahnsteig mit S-Bahn und Zug nach Saporischschja

Waffenruhe in Oleschky hält weiter

Während in Dnipro erneut Menschen durch einen Drohnenangriff starben, gibt es aus der Frontstadt Oleschky im Gebiet Cherson weiter Signale der Entspannung. Dort hält die seit Dienstag geltende Waffenruhe nach Angaben beider Seiten inzwischen den dritten Tag. In der von russischen Truppen besetzten Stadt laufen demnach Arbeiten zur Minenräumung und Entschärfung, um einen sicheren humanitären Korridor vorzubereiten.

Nach Darstellung der beteiligten Vertreter sollen in den kommenden Tagen Menschen aus Oleschky über diesen Korridor die Stadt verlassen können. Wer bleibt, soll mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Beide Seiten erklärten, die Feuerpause werde bislang eingehalten.

Quelle: Tagesschau