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Politik31. Oktober 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Tausende bei GenZ-Demos

In mehr als 30 deutschen Städten haben am Nachmittag Jugendproteste für soziale Gerechtigkeit begonnen. In Berlin kamen laut Polizei etwa 5.000 Menschen zusammen, in Hamburg und Köln griff die Polizei unter anderem wegen Pyrotechnik ein.

Tausende bei GenZ-Demos

Foto: Aagnverglaser / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

In vielen deutschen Städten sind am Nachmittag die angekündigten Proteste der Initiative „GenZ regelt“ angelaufen. Demonstriert wurde unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Mainz, Köln, München, Nürnberg, Erfurt, Magdeburg, Dresden und Leipzig. Laut Berichten starteten viele Kundgebungen zunächst friedlich, mancherorts wurden Demonstrationen aber wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot gestoppt.

Forderungen in mehr als 30 Städten

Die Initiative hatte zu Aktionen in mehr als 30 Städten aufgerufen. Inhaltlich geht es den Protestierenden um mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie. Außerdem fordern sie Schritte gegen steigende Lebenshaltungskosten, mehr soziale Gerechtigkeit und stärkeren Klimaschutz. Abgelehnt werden von der Gruppe eine Wehrpflicht sowie ein Ausbau staatlicher Überwachung.

  • mehr Mittel für Bildung und Hilfsangebote
  • Entlastung bei steigenden Kosten
  • mehr Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit

Wie groß die Beteiligung bundesweit am Ende tatsächlich ist, war am frühen Abend noch offen. Online hatten zuvor mehr als 182.100 Menschen ihr Interesse an einer Teilnahme angegeben. Die Zahl der Menschen auf den Straßen blieb bislang jedoch unter diesen Erwartungen. In Berlin versammelten sich am Brandenburger Tor nach Polizeiangaben rund 5.000 Teilnehmer. Dort waren zusätzlich etwa 1.500 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

Polizei schreitet in Hamburg und Köln ein

Während größere Ausschreitungen zunächst ausblieben, kam es am Rand einzelner Proteste zu Zwischenfällen. In Hamburg meldete die Polizei, dass Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Baustellenabsperrungen beworfen worden seien. Schwarz gekleidete und teils vermummte Personen rissen demnach Absperrungen aus der Verankerung und warfen sie auf die Straße, später wurden Teile davon angezündet. Die Polizei ging dagegen mit unmittelbarem Zwang vor, setzte teils Pfefferspray ein und ließ das Feuer schließlich mit einem Wasserwerfer löschen.

Auch in Köln kam es laut Quelle zum Einsatz eines Wasserwerfers. Insgesamt blieb die Lage am Nachmittag jedoch vielerorts kontrollierbar. Die befürchteten massiven Ausschreitungen waren zunächst nicht zu sehen.

Quelle: Tagesschau