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Musik & Film28. Oktober 2026, 09:01 Uhr · von Redaktion

Spielberg lobt Mega-Flop

Das Western-Epos „Heaven’s Gate“ spielte bei 44 Millionen Dollar Budget nur 3,5 Millionen ein und riss ein gewaltiges Loch in die Kasse. Steven Spielberg verteidigte den 219-Minuten-Film schon 1982 und gab dem Studio die Schuld.

Spielberg lobt Mega-Flop

Foto: filmstarts

Kaum ein Film steht so sehr für einen spektakulären Absturz in Hollywood wie „Heaven’s Gate“. Das Western-Drama von Michael Cimino sollte 1980 ein großes Prestigeprojekt werden – stattdessen wurde es zu einem historischen Kassenflop. Bei einem Budget von 44 Millionen Dollar kamen weltweit lediglich 3,5 Millionen wieder herein. Unterm Strich bedeutete das einen Verlust von 40,5 Millionen Dollar, inflationsbereinigt rund 150 Millionen.

Vom Desaster zum Kultfilm

Nicht nur an den Kinokassen lief es miserabel: Auch die damaligen Kritiken fielen vernichtend aus. Trotzdem wandelte sich der Blick auf das Mammutwerk im Lauf der Jahre deutlich. Heute gilt der Film vielen Fans als unterschätztes Western-Juwel. Eine wichtige Rolle spielten dabei vor allem spätere, rekonstruierte Schnittfassungen, die 2005 und 2012 erschienen und Ciminos ursprüngliche Vision besser sichtbar machen sollten.

Der Film, der in seiner bekannten Fassung 219 Minuten dauert, litt laut der überlieferten Einordnung massiv unter dem Druck des Studios. Dennoch wurde lange vor allem Regisseur Michael Cimino für das Scheitern verantwortlich gemacht. Seine Karriere erholte sich davon nie vollständig: Insgesamt drehte er nur sieben Langfilme, ein späterer Riesenerfolg blieb aus.

Spielberg stellte sich früh hinter Cimino

Bemerkenswert ist, dass Steven Spielberg den Film schon sehr früh verteidigte – und zwar lange bevor „Heaven’s Gate“ seinen Ruf als mögliches verkanntes Meisterwerk bekam. Bereits 1982 sagte Spielberg im Gespräch mit dem „Rolling Stone“, er hätte sich gewünscht, dass man Cimino in Ruhe arbeiten lässt. Die Verantwortung für das Debakel sah er klar eher beim Studio als beim Regisseur.

  • Budget: 44 Millionen Dollar
  • Einspiel: 3,5 Millionen Dollar weltweit
  • Verlust: 40,5 Millionen Dollar
  • Spätere Neubewertung durch Fassungen von 2005 und 2012

Spielberg ging damals sogar so weit, Cimino großes Potenzial zu bescheinigen und ihn mit bedeutenden Regisseuren seiner Zeit zu vergleichen. Diese Prognose erfüllte sich zwar nicht. Seine frühe Verteidigung zeigt aber, dass die Diskussion um künstlerische Freiheit und Studioeinfluss bei „Heaven’s Gate“ schon kurz nach dem Start begonnen hatte.

Quelle: filmstarts