Spencer warnt vor Diana-Echos
Earl Spencer sieht in der Berichterstattung über Harry und Meghan deutliche Parallelen zum Umgang mit Diana. In einem BBC-Interview sagt er, die Medien hätten seine Schwester damals schwer getroffen.

Foto: usinger-anzeiger
Earl Spencer hat im Gespräch mit der BBC deutliche Parallelen zwischen der früheren Berichterstattung über seine Schwester Diana und dem heutigen Umgang mit Harry und Meghan gezogen. Der Bruder der verstorbenen Prinzessin sprach von beunruhigenden "Echos" und machte klar, wie stark ihn die aktuelle mediale Dynamik an die Vergangenheit erinnert.
Nach Spencers Darstellung können Boulevardberichte über Diana ebenso wie über die Sussexes extrem verletzend sein. Er schilderte, dass ein solcher Dauerbeschuss das Leben von Betroffenen massiv belasten könne. Über Diana sagte er, sie sei besonders empfindlich mit Kritik umgegangen und durch die Angriffe der Presse regelrecht heruntergezogen worden.
Alte Vorwürfe, neue Debatte
Dass Harry und Meghan ihren Konflikt mit britischen Medien seit Jahren öffentlich machen, passt in dieses Bild. Bereits 2021 sprach Harry im Interview mit Oprah Winfrey von einem vergifteten Klima aus Kontrolle und Angst. Meghan erklärte 2022 in der Netflix-Serie des Paares, dass die Medien sie aus ihrer Sicht unabhängig von ihrem Verhalten gezielt hätten beschädigen wollen.
- 2021: Harry kritisiert die Boulevardpresse im Oprah-Interview
- 2022: Meghan äußert sich in der Netflix-Serie des Paares
- Im Juli: Harry und weitere Kläger verlieren einen Datenschutzprozess gegen den Verlag der Daily Mail
Streit mit dem Palast schwelt weiter
Überschattet wird das Interview allerdings von Spencers erneut bekräftigten Vorwürfen gegen König Charles. Es geht um ein Telefonat aus den Tagen nach Dianas Tod, das der Earl seit Längerem so schildert, dass Charles damals gesagt habe, Diana werde bald vergessen sein. Der Buckingham Palace reagierte darauf mit einer scharf formulierten Erklärung und verwies darauf, dass tiefe Trauer Erinnerungen und Urteile beeinflussen könne.
Spencer weist diese Darstellung entschieden zurück. Er sagt, er bleibe bei seiner Version und habe direkt nach dem Gespräch enge Freunde und Angehörige eingeweiht, weil ihn die angeblichen Worte des heutigen Königs erschüttert hätten. Außerdem berichtete er von einem heftigen Streit rund um Dianas Beisetzung. Damit trifft das Interview einen heiklen Moment: Ende August waren Harry und Meghan aus Kalifornien nach Großbritannien zurückgekehrt und stehen seither erneut verstärkt im Fokus der Schlagzeilen.
Quelle: usinger-anzeiger