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Politik4. Oktober 2026, 15:02 Uhr · von Redaktion

Spanien kämpft gegen Fluten

Heftige Unwetter haben in Spanien mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Besonders Katalonien und das Baskenland melden überflutete Straßen, Dauereinsätze der Feuerwehr und weiter anhaltende Warnungen.

Spanien kämpft gegen Fluten

Schwere Regenfälle haben in Spanien mindestens drei Menschenleben gefordert. Besonders betroffen sind Katalonien und das Baskenland, wo Straßen, Keller und ganze Stadtteile unter Wasser standen. Die Einsatzkräfte waren vielerorts pausenlos unterwegs, um Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten und Schäden zu begrenzen.

Schon in der Nacht zum Samstag kam in Madrigeras in der Region Kastilien-La Mancha eine 102 Jahre alte Frau ums Leben. In der Provinz Barcelona starben in der folgenden Nacht zwei weitere Menschen: Ein Mann wurde von einer einstürzenden Mauer erfasst, ein anderer ertrank in der Tiefgarage seines Hauses. Außerdem wird weiterhin eine Person vermisst.

Barcelona unter Wasser

Allein im Zentrum von Barcelona fielen innerhalb von 24 Stunden 190 Liter Regen pro Quadratmeter. Der spanische Wetterdienst hatte bereits am Freitag für große Teile im Osten des Landes die höchste Warnstufe ausgerufen. Für weite Teile Kataloniens gilt diese Warnung weiterhin. Die Regionalregierung sagte deshalb seit Samstag zahlreiche Kultur- und Sporttermine sowie Märkte im Freien ab.

  • Überflutete Straßen und Keller
  • Mehr als tausend Notrufe bei der Feuerwehr
  • Fahrer mussten aus eingeschlossenen Fahrzeugen gerettet werden

Besonders rund um Barcelona zeigte sich das Ausmaß der Wassermassen. In L'Hospitalet de Llobregat standen Menschen teils knietief im Wasser. Auch im Baskenland, vor allem im Raum Bilbao, meldeten die Behörden Überflutungen und massive Verkehrsprobleme. In Teilen der Altstadt stand das Wasser ebenfalls knietief, in manchen Gegenden ging zeitweise gar nichts mehr.

Wetterlage bleibt angespannt

Ausgelöst wurde das Unwetter durch das meteorologische Phänomen DANA. Dabei trifft ein Höhentief vom Atlantik auf warme, feuchte Mittelmeerluft und kann besonders im Herbst extreme Regenfälle bringen. Ganz Spanien erinnert das an die schweren Unwetter der vergangenen Tage - auch wenn die Lage nach bisherigen Angaben nicht das Ausmaß früherer Katastrophen erreicht.

Quelle: Tagesschau