Ski-WM-Boss tritt ab
Claude-Alain Schmidhalter hat seine Ämter bei Swiss-Ski und im OK der alpinen Ski-WM in Crans-Montana per sofort niedergelegt. Hintergrund ist ein laufendes Strafverfahren im Wallis, das laut Verband nicht mit seinen Sportfunktionen zusammenhängt.

Claude-Alain Schmidhalter zieht sich mit sofortiger Wirkung aus zwei wichtigen Funktionen im Schweizer Skisport zurück. Der bisherige Vizepräsident von Swiss-Ski und Präsident des Organisationskomitees der alpinen Ski-WM in Crans-Montana reagiert damit auf seine zuvor beschlossene vorläufige Enthebung.
Swiss-Ski hatte die temporäre Suspendierung am Mittwochmorgen bekanntgegeben. Auslöser ist eine Anklage der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis. Laut den vorliegenden Angaben betrifft das Verfahren Schmidhalters Tätigkeit als Unternehmer – und steht nicht in Verbindung mit seinen Aufgaben im Verband oder bei der Weltmeisterschaft im kommenden Februar.
Rücktritt nach vorläufiger Suspendierung
Die befristete Enthebung wäre eigentlich bis zu einem Urteil des Bezirksgerichts Brig in Kraft geblieben. Durch den nun erklärten Rückzug ist diese Massnahme jedoch gegenstandslos. Schmidhalter teilte mit, er respektiere den Entscheid von Swiss-Ski und dem WM-OK und ziehe daraus nun die Konsequenzen.
Zugleich machte er deutlich, dass er seinen Rücktritt nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen will. Nach seiner Darstellung gehe es ihm vor allem darum, für die anstehenden Weltmeisterschaften Klarheit zu schaffen.
Betrugsvorwurf vor Gericht
Am 27. Oktober muss sich Schmidhalter vor dem Bezirksgericht Brig verantworten. Ihm und einem mutmasslichen Komplizen wird Betrug vorgeworfen. Schmidhalter weist die Anschuldigungen entschieden zurück; für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
- Rücktritt von zwei Ämtern per sofort
- Betroffen sind Swiss-Ski und das WM-OK in Crans-Montana
- Gerichtstermin ist der 27. Oktober in Brig
Quelle: SRF