Singapur stoppt Lärm im Bus
Singapur verschärft die Regeln in Bussen: Wer laut Musik hört, muss künftig mit bis zu rund 340 Euro Strafe rechnen. Auch Essen, Trinken und Füße auf Sitzen werden geahndet.

Foto: Ramir Borja / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Singapur zieht die Zügel im öffentlichen Verkehr an: In Bussen kann lautes Musikhören künftig teuer werden. Laut Berichten von CNN und der BBC drohen dafür Geldstrafen von bis zu umgerechnet rund 340 Euro.
Neue Regeln für Busse
Nicht nur Musik aus Lautsprechern oder ohne Rücksicht auf andere steht auf der Liste. Auch wer die Füße auf Sitze legt oder in Bus und an Haltestellen isst und trinkt, muss in Zukunft mit Strafen rechnen. Damit werden die Vorschriften für Busse deutlich strenger.
- Bis zu rund 340 Euro für lautes Musikhören
- Strafen auch für Essen und Trinken
- Füße auf Sitzen werden ebenfalls geahndet
- Bis zu rund 3.400 Euro bei schweren Verstößen
Noch höher fallen die Summen bei gröberen Fällen aus: Wer einen Bus oder eine Busstation verschmutzt oder andere Menschen gefährdet, kann laut den Berichten mit bis zu rund 3.400 Euro belangt werden. Ähnliche Bestimmungen gibt es in Singapur bereits seit Längerem in der U-Bahn.
Rücksicht im Gemeinschaftsraum
Die zuständige Behörde begründet die neuen Vorgaben damit, dass öffentliche Verkehrsmittel für alle sicher und angenehm bleiben sollen. Busse und Haltestellen seien gemeinsam genutzte Räume, in denen alle Nutzerinnen und Nutzer Verantwortung tragen.
Ganz neu ist der strenge Kurs in Asien nicht. In mehreren Ländern der Region gelten im Nahverkehr offizielle oder unausgesprochene Verhaltensregeln. In Japan etwa gilt Reden in den „Öffis“ als unhöflich, während Schlafen selbst im Stehen akzeptiert ist. Singapur ist ohnehin für klare Vorschriften bekannt: Dort waren Regeln schon in der Vergangenheit oft besonders streng.
Quelle: ORF