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Sport4. August 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

Silber nach tragischem Verlust

Kunstspringerin Michelle Heimberg hat bei der EM in Paris Silber gewonnen. Einen Tag später machte die Schweizerin öffentlich, dass sie kurz vor der Reise ihr ungeborenes Baby im letzten Drittel der Schwangerschaft verloren hatte.

Silber nach tragischem Verlust

Michelle Heimberg hat bei der EM in Paris Silber geholt – und erst danach wurde klar, unter welch schweren Umständen diese Medaille zustande kam. Einen Tag nach ihrem Erfolg im Kunstspringen machte die 26-Jährige auf Instagram öffentlich, dass sie kurz vor der Europameisterschaft einen schweren persönlichen Verlust erlitten hatte.

Nach ihren Angaben erhielt sie gemeinsam mit ihrem Partner etwa eine Woche vor der Abreise nach Paris die Nachricht, dass ihr ungeborenes Baby im letzten Drittel der Schwangerschaft gestorben war. Nur einen Tag später musste sie operiert werden. Dass sie wenig später überhaupt wieder auf dem Sprungbrett stand, bekommt damit eine ganz andere Dimension.

Silber mit besonderer Bedeutung

Heimberg beschrieb die vergangenen Wochen als körperlich und emotional extrem belastend. Zeitweise sei es für sie kaum vorstellbar gewesen, bei der EM anzutreten. Umso größer ist die Bedeutung der Medaille für sie nun: Nicht nur wegen des sportlichen Ergebnisses, sondern auch wegen dessen, wofür dieser Auftritt steht.

  • EM-Ort: Paris
  • Ergebnis: Silber im Kunstspringen
  • Zeitpunkt des Verlusts: kurz vor der Abreise zur EM

Offene Worte über Fehlgeburten

Mit ihrem Beitrag wollte die Schweizerin das Thema Fehlgeburten bewusst aus der Tabuzone holen. Sie machte deutlich, dass viele Menschen einen solchen Verlust erleben, darüber aber oft nicht gesprochen wird. Offenheit könne Betroffenen helfen, sich weniger allein zu fühlen.

Für Heimberg bleibt die Silbermedaille damit weit mehr als nur ein sportischer Erfolg. Sie steht für Unterstützung in einer Ausnahmesituation, für den Mut zum Weitermachen – und für die Erkenntnis, dass Schmerz und Freude manchmal gleichzeitig da sein können.

Foto: heute_at