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Musik & Film20. September 2026, 13:02 Uhr · von Redaktion

Sheeran bricht sein Schweigen

Ed Sheeran hat sich in Philadelphia erstmals nach dem Rauswurf von Macklemore aus dem Vorprogramm seiner US-Tour geäußert. Der Sänger sprach von schwierigen Entscheidungen, entschuldigte sich und verurteilte zugleich Hamas und Israels Vorgehen in Gaza.

Sheeran bricht sein Schweigen

Ed Sheeran hat bei seinem ersten Auftritt nach der Debatte um den Ausschluss von Macklemore aus dem Vorprogramm seiner US-Tour öffentlich Stellung bezogen. Beim Konzert in Philadelphia sagte der britische Musiker laut US-Medien, die vergangene Woche habe ihn zu schwierigen Entscheidungen gezwungen. Dabei räumte er auch Fehler ein und entschuldigte sich deutlich.

Sheeran erklärte, er kenne Kritik an seiner Musik. Diesmal habe sich die Kritik aber auf etwas wesentlich Größeres bezogen. Sein Ziel sei es, dass seine Shows sichere Orte für alle bleiben. Gleichzeitig machte er klar, dass er sich nicht als Aktivist sehe und seine Fans nicht enttäuschen wolle. Deshalb stehe er nun allein auf der Bühne und setze seine Tour fort.

Kontroverse um Vorprogramm

Ausgelöst wurde der Streit, nachdem Macklemore nach propalästinensischen Äußerungen aus dem restlichen Vorprogramm der „Loop“-Tour gestrichen worden war. In der Folge solidarisierten sich mehrere Musikerinnen und Musiker mit dem Rapper und sagten ihre geplanten Support-Auftritte ab. Sheeran hatte zuvor betont, dass die Entscheidung nicht von ihm selbst, sondern vom Tourveranstalter getroffen worden sei.

  • Macklemore wurde aus dem Vorprogramm gestrichen.
  • Mehrere Support-Acts sagten danach ihre Auftritte ab.
  • Sheeran verwies auf die Verantwortung des Veranstalters.

Klare Worte zur politischen Lage

Auf der Bühne sagte Sheeran weiter, die Affäre habe ihn mitten in eine hoch emotionale Debatte über Meinungsfreiheit und eines der kompliziertesten politischen Themen der Welt gezogen. Er verurteilte dabei sowohl das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel als auch das israelische Vorgehen im Gazastreifen. Vor dem Stadion in Philadelphia versammelten sich laut US-Berichten zudem einige propalästinensische Demonstranten.

Damit versuchte der Sänger, die aufgeheizte Diskussion zumindest einzuordnen — auch wenn er zugleich deutlich machte, dass er seine Rolle lieber auf die Musik beschränkt sehen würde. Die Debatte um die Tour dürfte damit aber noch nicht beendet sein.

Quelle: ORF