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Sport7. August 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Sex-Skandal beim KFA

Der südkoreanische Fußballverband KFA steht wegen schwerer Vorwürfe unter Druck. Laut Medien soll der Verband ausländischen Schiedsrichtern vor mindestens sieben Länderspielen Besuche in Salons mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt haben.

Sex-Skandal beim KFA

Der südkoreanische Fußballverband KFA gerät immer tiefer in die Krise. Nach Berichten des Senders JTBC und der Nachrichtenagentur Yonhap soll der Verband in den Jahren 2011 bis 2012 ausländischen Schiedsrichtern vor mindestens sieben Länderspielen Besuche in Massagesalons bezahlt haben, in denen laut koreanischen Medien sexuelle Dienstleistungen angeboten werden.

Die Vorwürfe stützen sich demnach auf Kreditkartenabrechnungen und Unterlagen aus einer staatlichen Prüfung. Die Kosten sollen jeweils bei mehreren hundert Euro gelegen haben. Ob Schiedsrichter dadurch tatsächlich zu Entscheidungen zugunsten Südkoreas bewegt wurden, ist laut den Berichten allerdings nicht belegt.

Brisant vor WM-Quali

Besonders heikel ist ein Fall aus dem Februar 2012: Vor einem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait soll der Verband zwei japanischen Schiedsrichterassistenten einen solchen Salonbesuch bezahlt haben. Südkorea gewann die Partie mit 2:0 und erreichte die nächste Qualifikationsrunde. Hinweise auf konkrete Fehlentscheidungen des Gespanns wurden in den Medienberichten aber nicht genannt.

  • mindestens sieben betroffene Länderspiele
  • Zeitraum: 2011 bis 2012
  • Fall vor dem 2:0 gegen Kuwait besonders im Fokus

Razzia und neuer Druck

Laut Yonhap waren die Vorgänge schon 2016 bei einer Überprüfung durch das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus festgestellt worden, wurden damals aber nicht öffentlich. In Südkorea sind solche Salons zwar verbreitet, Prostitution ist jedoch verboten. Außerdem untersagen die Statuten internationaler Fußballverbände finanzielle Zuwendungen an Schiedsrichter klar.

Für den KFA kommt der Skandal zur Unzeit. Der Verband steht ohnehin massiv unter politischem Druck. Am Donnerstag durchsuchte die Polizei die Büroräume des Verbands in Seoul. Hintergrund ist ein weiterer Vorwurf: Bei der Verpflichtung des früheren Nationaltrainers Hong Myung-bo sollen die üblichen Regeln umgangen und der Posten ohne regulären Bewerbungsprozess vergeben worden sein.

Foto: nn_de