Schwere UNO-Vorwürfe an Israel
Eine von der UNO eingesetzte Untersuchungskommission wirft Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Westjordanland vor. In ihrem neuen Bericht spricht sie zudem von anhaltenden „Akten des Völkermords“ im Gazastreifen.

Foto: U.S. Department of State from United States / Wikimedia Commons, Public domain
Neue schwere Vorwürfe aus dem Umfeld der Vereinten Nationen: Eine unabhängige Untersuchungskommission der UNO beschuldigt Israel, im Westjordanland Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. In dem am 26.10.2026 veröffentlichten Bericht ist unter anderem von „Auslöschung“ die Rede.
Nach Angaben der Ermittler sollen israelische Behörden und die Armee in dem Palästinensergebiet auch für Folter, Vergewaltigung und weitere Formen sexueller Gewalt verantwortlich sein. Zugleich erklärt die Kommission, Israel begehe im Gazastreifen weiterhin „Akte des Völkermords“.
Bericht mit harten Anschuldigungen
- Vorwürfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Westjordanland
- Genannt werden unter anderem Auslöschung, Folter und sexuelle Gewalt
- Für den Gazastreifen spricht die Kommission erneut von Völkermord-Handlungen
Geleitet wird die Untersuchungskommission von Navi Pillay. Das Gremium hatte Israel bereits im vergangenen Jahr Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen. Laut ORF reagierte Israel auf die neuen Anschuldigungen empört.
Kommission seit 2021 im Einsatz
Die Untersuchungskommission war 2021 vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzt worden. Ihr Auftrag: mögliche Menschenrechtsverletzungen in Israel und in den besetzten Palästinensergebieten zu untersuchen. Der nun veröffentlichte Bericht verschärft die internationale Debatte einmal mehr deutlich.
Quelle: ORF