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Sport26. Oktober 2026, 11:01 Uhr · von Redaktion

Schindler verpasst EM-Coup

Martin Schindler hat das Finale der Darts-EM in Dortmund gegen Ross Smith mit 8:11 verloren. Trotz starker Aufholjagd verpasst der Deutsche seinen ersten Major-Titel, spielt aber das beste EM-Turnier seiner Karriere.

Schindler verpasst EM-Coup

Foto: Wikimedia Commons / DARTS NOW, CC BY 3.0

Martin Schindler hat den größten Erfolg seiner Karriere bei der Darts-EM in Dortmund nicht mit dem Titel veredeln können. Der 30-Jährige unterlag im Endspiel in der Westfalenhalle dem topgesetzten Engländer Ross Smith mit 8:11. Damit bleibt Schindler der erste große Major-Titel weiter verwehrt – auch wenn sein Finaleinzug bereits ein historischer Schritt für den deutschen Darts-Sport war.

Starker Lauf, bitteres Ende

Schindler war als erster Deutscher überhaupt ins Finale einer Darts-EM eingezogen und hatte zuvor mit starken Leistungen überzeugt. Im Viertelfinale ließ er Jonny Clayton beim 10:1 keine Chance, im Halbfinale setzte er sich mit 11:6 gegen Krzysztof Ratajski durch. Im Endspiel fand der Deutsche aber zunächst nicht an dieses Niveau an.

Bis zum 2:2 hielt Schindler noch mit, dann kippte die Partie. Eine große Gelegenheit auf ein 170er-Finish ließ er liegen, als sein letzter Pfeil nur knapp am Bulls-Eye vorbeiging. Danach übernahm Smith das Kommando, gewann sechs Legs am Stück und zog auf 8:2 davon. Schindler kämpfte sich zwar noch einmal zurück, doch die Aufholjagd kam am Ende zu spät.

Wichtige Punkte für Ranking und WM

Für Smith ist es der zweite EM-Titel nach 2022. Der Engländer hatte zuvor auch Gerwyn Price im Halbfinale mit 11:7 ausgeschaltet und zeigte in Dortmund, warum er aktuell zu den stärksten Spielern des Jahres zählt.

  • Preisgeld für Schindler: 80.000 Pfund (rund 95.000 Euro)
  • Rückkehr unter die Top 20 der Weltrangliste
  • Bessere Ausgangslage für die WM in London vom 11. Dezember bis 3. Januar 2027

Auch ohne Titel bleibt das Turnier für Schindler ein Meilenstein. Neben dem WM-Halbfinale von Gabriel Clemens zählt der Finaleinzug zu den größten deutschen Erfolgen im Darts. Der zweite deutsche Starter Niko Springer war bereits in Runde eins gegen Clayton ausgeschieden.

Quelle: n-tv