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Politik29. Oktober 2026, 07:00 Uhr · von Redaktion

Sabotage-Verdacht bei Nürnberg

In Bayern ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München gegen zwei Männer aus Belarus. Die Beschuldigten sollen im Raum Nürnberg einen Brandanschlag im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung geplant haben.

Sabotage-Verdacht bei Nürnberg

Foto: YuTrofimov / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Im Raum Nürnberg soll ein geplanter Sabotageakt vereitelt worden sein: Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen zwei Männer aus Belarus, die einen Brandanschlag vorbereitet haben sollen. Das Verfahren läuft wegen des Verdachts, dass die Tat gegen Bezahlung und im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung ausgeführt werden sollte.

Nach Angaben der Behörde sind die Beschuldigten 39 und 50 Jahre alt. Sie wurden bereits am 7. Oktober festgenommen und sitzen seither in Untersuchungshaft. Grundlage dafür sind Haftbefehle des Amtsgerichts Fürth. Über die mutmaßlichen Pläne hatte zuvor der Spiegel berichtet.

Brandanschlag auf mögliches Ziel geplant

Den Ermittlern zufolge sollen die beiden Männer vorgehabt haben, mit Brandbeschleunigern Feuer zu legen. Als mögliches Ziel nennen die Behörden bislang kein konkretes Objekt. Im Raum steht aber, dass ein Gebäude oder eine Einrichtung aus dem Bereich der Kritischen Infrastruktur betroffen sein sollte.

  • Ermittlungsort: Raum Nürnberg
  • Vorwurf: geplanter Brandanschlag
  • Mögliches Ziel: Gebäude oder Kritische Infrastruktur
  • Status: beide Beschuldigten in Untersuchungshaft

Auch Verdacht wegen Rumänien

Die beiden Belarusen stehen außerdem im Verdacht, an einem Brandanschlag in Rumänien beteiligt gewesen zu sein. Weitere Details dazu nannten die Ermittler zunächst nicht. Klar ist aber: Der Fall reiht sich in eine Serie von Festnahmen in Deutschland ein, bei denen es um mutmaßliche Sabotage im Auftrag ausländischer Geheimdienste geht.

In mehreren dieser Fälle vermuten deutsche Ermittlungsbehörden Russland als möglichen Auftraggeber. Ob das auch in diesem Verfahren eine Rolle spielt, geht aus den bisherigen Angaben der Generalstaatsanwaltschaft allerdings nicht hervor.

Quelle: Tagesschau