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Sport4. August 2026, 19:02 Uhr · von Redaktion

Reusser fährt ins Gelbe

Marlen Reusser hat das Zeitfahren der Tour de France Femmes von Gevrey-Chambertin nach Dijon gewonnen. Die Schweizerin übernimmt damit erstmals das Gelbe Trikot und führt mit 14 Sekunden vor Demi Vollering.

Reusser fährt ins Gelbe

Marlen Reusser hat bei der Tour de France Femmes ein starkes Ausrufezeichen gesetzt: Die 34-Jährige gewann die 4. Etappe, ein 21 Kilometer langes Zeitfahren von Gevrey-Chambertin nach Dijon, und schob sich damit direkt an die Spitze des Gesamtklassements. Für die Bernerin ist es nicht nur der erste Auftritt im Gelben Trikot, sondern auch bereits der dritte Etappensieg ihrer Karriere bei der Frankreich-Rundfahrt.

Reusser war als Favoritin in den Tag gestartet – und wurde dieser Rolle auf der Strecke gerecht. Zwar schmolz ihr Vorsprung im Verlauf des Rennens deutlich zusammen, doch im Ziel rettete sie 4 Sekunden auf die lange führende Lieke Nooijen. Zur Halbzeit hatte ihr Polster noch bei knapp 20 Sekunden gelegen. Vor allem der Seitenwind machte es den später gestarteten Fahrerinnen schwer, doch Reusser blieb stabil und brachte ihren Vorsprung ins Ziel.

Haugset stürzt im Klassement ab

Besonders spannend wurde der Kampf um Gelb mit Blick auf Sigrid Haugset. Die Norwegerin war mit einem Vorsprung von 2:10 Minuten auf Reusser in das Zeitfahren gegangen, konnte diesen aber nicht verteidigen. Schon bei der Zwischenzeit war ihr Guthaben aufgebraucht, am Ende verlor sie 3:06 Minuten und fiel in der Gesamtwertung auf Rang 4 zurück.

Damit führt Reusser die Tour nun an. Ihr Vorsprung auf Demi Vollering, die ebenfalls ein starkes Rennen zeigte und auf Etappenrang 3 fuhr, beträgt 14 Sekunden.

  • Etappensieg Nummer 3 für Reusser bei der Tour de France
  • Erstmals in ihrer Karriere im Gelben Trikot
  • Noemi Rüegg landete im Zeitfahren auf Platz 61

Nächste Prüfung wartet schon

Am Mittwoch geht es mit der 5. Etappe weiter. Das Teilstück von Mâcon nach Belleville-en-Beaujolais führt über 140 Kilometer und hat es mit acht Bergwertungen und insgesamt 2850 Höhenmetern in sich. Nach dem starken Zeitfahren dürfte Reusser also gleich auf der nächsten schweren Prüfung im Fokus stehen.

Foto: Wikimedia Commons / Granada, CC BY-SA 4.0