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Musik & Film5. November 2026, 19:03 Uhr · von Redaktion

Remake-Fieber packt die Fans

Ein neues Remake von „Zelda“ sorgt für Aufsehen – und zeigt, wie stark Nostalgie wirkt. Ob Tamagotchi, „Wetten, dass..?" oder „Harry Potter“: Vertraute Klassiker erleben gerade ihr Comeback.

Kaum kündigt Nintendo eine neue Version von „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ an, ist die Begeisterung im Netz riesig. Die Neuauflage erzählt dieselbe Geschichte wie das Original von 1998, setzt aber auf moderne Grafik. Genau dieser Mix aus Bekanntem und Technischem von heute scheint den Nerv vieler Fans zu treffen.

Warum solche Projekte so gut funktionieren, erklärt Historiker Tobias Becker mit dem Faktor Nostalgie: Vertraute Formen können Sicherheit und Wohlbefinden auslösen. Remakes setzen genau dort an. Sie holen beliebte Figuren, Welten und Formate zurück – oft fast unverändert, aber in neuem Gewand.

Alte Hits, neuer Anstrich

Das Prinzip zeigt sich längst nicht nur bei Videospielen. Auch Spielzeug, Fernsehen und Kino greifen auf bekannte Marken zurück. Ein paar Beispiele aus den vergangenen Jahren und den nächsten Monaten:

  • Tamagotchi: Das Kult-Spielzeug bekam 2017 zum 20-jährigen Jubiläum eine Neuauflage.
  • „Wetten, dass..?“: Die große Samstagabendshow kehrt am 5. Dezember einmalig zurück – moderiert von Bill und Tom Kaulitz.
  • „Harry Potter“: Ab Weihnachten soll eine Serienversion starten, in der jedes Buch ausführlicher erzählt wird.
  • „Der König der Löwen“: 2019 kam ein fotorealistisches Remake des Animationsklassikers von 1994 ins Kino.

Bekannte Welten bleiben gefragt

Besonders deutlich ist der Nostalgie-Effekt auch bei Pokémon. Seit 1996 erscheinen immer neue Spiele, die Spielerinnen und Spieler regelmäßig in bekannte Regionen zurückbringen. So entstehen neue Abenteuer in Welten, die vielen längst vertraut sind.

Ob Videospiel, TV-Show oder Filmstoff: Remakes leben davon, dass sie Erinnerungen aktivieren. Das Neue wirkt dadurch weniger fremd – und genau das macht den Reiz aus. Der aktuelle Hype um Zelda zeigt, wie zuverlässig dieses Prinzip auch Jahrzehnte später noch funktioniert.

Quelle: SRF