JETZT LIVE
Sport5. November 2026, 17:01 Uhr · von Redaktion

Rapp schießt gegen neue Liga

St.-Pauli-Trainer Marcel Rapp stellt die neue Talente-Liga der DFL infrage. Obwohl der Hamburger Club dabei ist, sieht der 47-Jährige nach Angaben aus dem Abendblatt keinen echten Mehrwert für die Ausbildung.

Rapp schießt gegen neue Liga

Foto: Wikimedia Commons / Matthias Süßen, CC BY-SA 4.0

Marcel Rapp hat die geplante neue Talente-Liga der DFL deutlich infrage gestellt. Bemerkenswert daran: Der FC St. Pauli ist bei dem Wettbewerb selbst vertreten. Trotzdem hält der Trainer des Hamburger Bundesligisten das Projekt nach Angaben aus dem Abendblatt für wenig überzeugend und sieht darin „keinen Mehrwert“.

Rapp, 47 Jahre alt und seit dem Sommer Cheftrainer am Millerntor, sprach in diesem Zusammenhang auch grundsätzlich über die Nachwuchsarbeit beim Kiezclub. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie junge Spieler möglichst sinnvoll an den Profifußball herangeführt werden können — und ob neue Wettbewerbsformate dafür tatsächlich helfen.

Debatte um Ausbildung beim Kiezclub

Die Kritik des Trainers zeigt, dass die neue Liga selbst bei beteiligten Vereinen nicht automatisch auf Zustimmung stößt. Gerade bei St. Pauli, wo Ausbildung und Entwicklung traditionell genau beobachtet werden, dürfte die Diskussion deshalb noch an Fahrt aufnehmen.

  • Rapp kritisiert die neue Talente-Liga der DFL
  • St. Pauli nimmt dennoch an dem Format teil
  • Der Trainer äußert sich zur Ausbildungsarbeit des Clubs

Auch die U23 rückt in den Fokus

Ein weiterer Punkt: Laut Bericht steht auch zur Debatte, ob Profis künftig häufiger bei der U23 in der Regionalliga Spielpraxis sammeln sollen. Konkrete Entscheidungen werden in dem Zusammenhang zwar nicht genannt. Klar ist aber: Bei St. Pauli wird derzeit nicht nur über den Wert einer neuen Liga diskutiert, sondern auch über den besten Weg, Talente und Profis im täglichen Wettbewerb sinnvoll einzusetzen.

Damit setzt Rapp früh in seiner Zeit beim FC St. Pauli ein klares Signal. Seine Haltung lässt erkennen, dass für ihn nicht jedes neue Modell automatisch Fortschritt bedeutet — selbst dann nicht, wenn der eigene Club bereits Teil davon ist.

Quelle: abendblatt