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Politik11. Oktober 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Rakete trifft Terminal in Riad

Bei einem Huthi-Angriff auf den Flughafen in Riad sind viele Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die Rakete schlug laut Berichten direkt in einen Passagierterminal ein, der Flugbetrieb wurde gestoppt.

Rakete trifft Terminal in Riad

Der Raketenangriff auf den King-Khaled-Flughafen in Riad gilt als bislang schwerste Attacke auf Saudi-Arabien seit Beginn des US-Iran-Kriegs. Nach Berichten von Augenzeugen schlug das Geschoss direkt in einen Passagierterminal ein und traf Menschen an einem Abflug-Gate. Die Folgen waren verheerend: viele Tote und mehr als 300 Verletzte, mehrere Zivilisten schweben demnach weiter in Lebensgefahr.

Videos in sozialen Netzwerken zeigen Szenen der Verwüstung: zerstörte Bereiche in der Abflughalle, Staub in der Luft und panische Reisende auf der Flucht. Offiziell drang zunächst nur wenig an die Öffentlichkeit. In saudischen, regierungsnahen Medien spielte der Vorfall offenbar kaum eine Rolle, obwohl der Angriff das Land schwer getroffen hat.

Flugbetrieb gestoppt

Nach dem Einschlag wurden zahlreiche Rettungskräfte zum Flughafen gerufen. Der Betrieb wurde eingestellt, Maschinen mit Ziel Riad nach Dschidda umgeleitet. Auch die Lufthansa kündigte an, vorerst keine Flüge mehr in die saudische Hauptstadt zu schicken.

  • Rakete traf einen Terminalbereich direkt
  • Flughafen vorübergehend geschlossen
  • Flüge nach Riad wurden umgeleitet
  • Mehr als 300 Menschen wurden verletzt

Huthi reklamieren Angriff

Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis macht die Huthi-Miliz aus dem Jemen für den Angriff verantwortlich und spricht von einem Kriegsverbrechen. Die Huthi wiederum hatten Reisende zuvor aufgefordert, saudische Flughäfen zu meiden. Damit rückt auch die Frage in den Mittelpunkt, ob die saudische Raketenabwehr versagt hat. In den vergangenen Tagen waren Flughäfen im Land wiederholt Ziel von Beschuss.

US-Präsident Donald Trump reagierte schockiert und bezeichnete die Attacke als inakzeptabel. Er kündigte ein Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen an und schloss eine Beteiligung der USA im Kampf gegen die Huthi nicht aus. Auslöser für zusätzlichen Druck auf Washington ist auch der Tod von mindestens einem US-Bürger bei dem Angriff.

Quelle: Tagesschau