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Promis12. Oktober 2026, 13:01 Uhr · von Redaktion

Prozess gegen Brand gestartet

In London hat der Vergewaltigungsprozess gegen Russell Brand begonnen. Sechs Frauen erheben Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung, der 51-Jährige bestreitet alles.

Prozess gegen Brand gestartet

Foto: Wikimedia Commons / Cantab12, CC BY-SA 4.0

In London hat am Montag der Vergewaltigungsprozess gegen Russell Brand begonnen. Zum Auftakt stand zunächst die Auswahl der Geschworenen auf dem Programm. Gegen den britischen Komiker und Schauspieler erheben sechs Frauen schwere Vorwürfe: Es geht laut Verfahren um sexuelle Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung. Brand weist die Anschuldigungen zurück.

Der 51-Jährige erschien zum Prozessbeginn mit Sonnenbrille. Die eigentlichen Verhandlungen sollen am Mittwoch starten. Mit einem Urteil wird nach aktuellem Stand erst gegen Mitte Dezember gerechnet.

Schwere Vorwürfe, langer Zeitplan

Der Fall zählt zu den aufsehenerregenden Prozessen im britischen Promi-Umfeld. Im Zentrum stehen mehrere Anschuldigungen von Frauen, die Brand belasten. Der Angeklagte selbst bestreitet die Vorwürfe. Damit dürfte sich das Verfahren in den kommenden Wochen vor allem um die Aussagen der Beteiligten und deren Bewertung durch das Gericht drehen.

  • Prozessauftakt: Auswahl der Geschworenen in London
  • Vorwürfe: sexuelle Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung
  • Anzahl der Klägerinnen: sechs Frauen
  • Erwartetes Urteil: Mitte Dezember

Vom TV-Star zum Online-Provokateur

Brand begann seine Laufbahn als Stand-up-Comedian und wurde später einem größeren Publikum als Moderator bei MTV und als Gastgeber von Reality-Formaten bekannt. Auch bei der BBC war er zwischen 2006 und 2008 mit einer Radiosendung on air. Dort endete seine Zeit nach einem umstrittenen Live-Streich mit einer anzüglichen Mailbox-Nachricht über die Enkelin eines Schauspielers.

Politisch hat sich Brand im Lauf der Jahre stark verändert. Unterstützte er früher noch linke Kampagnen, präsentiert er sich inzwischen als konservativer Guru und Verschwörungstheoretiker. In Onlinediensten erreicht er damit ein Millionenpublikum.

Quelle: ORF