Pogacars größter Tour-Coup
Tadej Pogacar hat seine fünfte Tour de France gewonnen und mit den größten Namen der Rundfahrt gleichgezogen. Für viele liegt sein wichtigster Erfolg 2026 aber nicht nur im Titel, sondern in seinem Auftreten als Teamplayer und Champion.

Tadej Pogacar hat bei der Tour de France 2026 erneut Geschichte geschrieben: Der Slowene sicherte sich seinen fünften Gesamtsieg und zog damit mit den Rekordhaltern der Rundfahrt gleich. Sportlich ist das der nächste Beweis seiner Dominanz. Doch der bemerkenswerteste Eindruck dieser Tour geht über Zahlen, Etappensiege und Ranglisten hinaus.
Mehr als nur der nächste Titel
Am Ende fehlte Pogacar auf den letzten Kilometern sogar noch der ganz große Schlusspunkt. Am Anstieg Richtung Sacré-Cœur setzte er zur Attacke an und wollte sich auch das Finale auf den Champs-Élysées holen. Der sechste Etappensieg bei dieser Tour blieb ihm jedoch verwehrt. Das ändert allerdings wenig daran, dass er einmal mehr der prägende Fahrer dieser Frankreich-Rundfahrt war.
Mindestens genauso auffällig war in diesem Jahr aber seine andere Seite. Auf der 2. Etappe überließ er seinem Teamkollegen Isaac Del Toro den Tagessieg. Später half er dem Youngster auch in den Alpen entscheidend und trug so dazu bei, dass Del Toro am Ende auf Platz drei der Gesamtwertung landete.
- 5. Tour-Sieg für Pogacar
- Auf der 2. Etappe gab er Del Toro den Sieg
- Del Toro beendete die Rundfahrt auf Rang drei
Die menschliche Seite des Dominators
Hinzu kam sein Verhalten abseits der reinen Ergebnislisten. Nach den Stürzen von Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz, dem Zweiten und Dritten des Vorjahres, zeigte sich Pogacar mitfühlend. Genau diese Momente haben bei dieser Tour einen starken Eindruck hinterlassen: Der Dominator präsentierte sich nicht nur als Sieger, sondern auch als Sportler mit Haltung.
Ein weiteres Thema blieb der Anti-Doping-Kampf. Pogacar und auch Vingegaard wurden nachts von Kontrolleuren geweckt. Angesichts der belasteten Geschichte der Tour ist die Botschaft klar: Gerade bei diesem Rennen sollen keine Zweifel offenbleiben. Wenn am Ende alles sauber bleibt, steht Pogacars Triumph nicht nur für sportliche Größe, sondern auch für ein Siegerbild, das in diesem Jahr ungewöhnlich komplett wirkt.
Foto: sport1