Obama teilt gegen Trump aus
Kurz vor den US-Zwischenwahlen greift Ex-Präsident Barack Obama in Michigan und Ohio Donald Trump scharf an. Er wirft ihm Korruption vor, während Trump bei der vorzeitigen Stimmabgabe sofort zurückschießt.

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Weniger als zwei Wochen vor den Midterms am 3. November meldet sich Barack Obama mit Nachdruck im US-Wahlkampf zurück. Der frühere Präsident unterstützte die Demokraten bei Auftritten in Cleveland und Detroit und nahm dabei vor allem Amtsinhaber Donald Trump ins Visier.
Bei einer Kundgebung für den Senatskandidaten Abdul El-Sayed in Michigan bezeichnete Obama die Wahl als eine Art Notbremse gegen den Kurs der aktuellen Regierung. Besonders hart fiel sein Vorwurf aus, Trump bereichere sich offen auf Kosten der Bevölkerung. Außerdem attackierte er die Republikanische Partei insgesamt und stellte ihre Regierungsfähigkeit infrage.
Spott über das Weiße Haus
Neben der scharfen Kritik setzte Obama auch auf Spott. Ziel waren diesmal die Umbauten im Weißen Haus. Mit einem bissigen Vergleich machte er sich über die laufenden Renovierungsarbeiten lustig und sorgte damit für zusätzliche Aufmerksamkeit im Wahlkampfendspurt.
Trump reagierte, als er selbst vorzeitig seine Stimme in West Palm Beach in Florida abgab. Dort wies er den Korruptionsvorwurf zurück und erklärte stattdessen, die "echte Korruption" liege bei den Demokraten. Zugleich wiederholte er seine bereits vielfach widerlegte Behauptung, die Präsidentschaftswahl 2020 eigentlich gewonnen zu haben.
Darum geht es bei den Midterms
- Gewählt werden alle Sitze im Repräsentantenhaus.
- Auch ein Teil des Senats wird neu besetzt.
- Die Republikaner kämpfen um ihre knappen Mehrheiten.
- Die Demokraten hoffen, Trump mit einer Mehrheit in einer oder beiden Kammern politisch auszubremsen.
Zusätzliche Brisanz bekommt der Urnengang durch den Streit über die Briefwahl. Trump hatte strengere Regeln gefordert und dies mit dem Kampf gegen Wahlbetrug begründet. Kritiker sehen darin jedoch den Versuch, vor allem demokratische Wähler zu benachteiligen. Beobachter befürchten außerdem, dass Trump bei einer Niederlage seiner Partei erneut Betrugsvorwürfe erheben könnte.
Quelle: Tagesschau