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Sport15. September 2026, 17:01 Uhr · von Redaktion

Neuer bremst Klopp im Tor

Im DFB-Tor ist vor Jürgen Klopps erster Kadernominierung vieles offen. Manuel Neuer spielt zwar nicht mehr für Deutschland, beeinflusst als Bayern-Stammkeeper aber indirekt die Chancen von Jonas Urbig auf die Nummer eins.

Neuer bremst Klopp im Tor

Foto: Tim.Reckmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Vor der ersten Kadernominierung von Jürgen Klopp wird vor allem eine Frage heiß diskutiert: Wer wird künftig die neue Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft? Seit dem endgültigen Rücktritt von Manuel Neuer aus dem DFB-Team ist die Stelle vakant. Ganz raus aus der Gleichung ist der frühere Nationalkeeper aber trotzdem nicht.

Der Grund liegt beim FC Bayern. Dort ist Neuer weiterhin Stammtorhüter, während Jonas Urbig nur die Rolle als Ersatzmann bleibt. Genau das könnte dem 23-Jährigen nun auch im Nationalteam zum Nachteil werden. Denn ohne regelmäßige Einsätze auf höchstem Niveau fehlt ihm ein wichtiges Argument im Rennen um den Platz zwischen den Pfosten.

Klopp muss früh die Richtung vorgeben

Am 17. September will Klopp bekanntgeben, wen er für die Nations-League-Spiele gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien nominiert. Gerade im Tor ist die Entscheidung besonders spannend. Früher wäre der Nachfolger wohl fast automatisch aus der bisherigen Hierarchie gekommen. Mit Oliver Baumann gäbe es genau so einen Kandidaten: erfahren, verlässlich und im DFB-Kreis seit Jahren präsent.

Allerdings passt Baumann nur bedingt zu einem langfristigen Neuaufbau. Der Hoffenheimer ist inzwischen 36 Jahre alt und wäre bei den kommenden großen Turnieren deutlich älter. Vor der Nominierung bestätigte er bereits Kontakt zu Klopp, hielt sich zu möglichen Folgen aber bedeckt.

Ter Stegen bringt ein anderes Profil mit

Auch Marc-André ter Stegen bleibt ein ernsthafter Anwärter. Weil Klopp für einen offensiven Stil mit hohem Pressing steht, könnte ein Torwart gefragt sein, der auch spielerisch stark ist und fast wie ein zusätzlicher Feldspieler agiert. Dieses Profil erfüllt ter Stegen eher als Baumann. Nach Verletzungen und dem Streit mit dem FC Barcelona sammelt er inzwischen bei Ajax Amsterdam wieder Spielpraxis.

  • Neuer ist aus dem DFB-Team zurückgetreten
  • Urbig hat bei Bayern wegen Neuer wenig Einsatzzeit
  • Baumann bringt Erfahrung, aber wenig Perspektive bis 2030
  • Ter Stegen punktet mit Spielstärke und aktueller Praxis

Damit ist klar: Die Torwartfrage ist weit mehr als eine Personalie für den nächsten Lehrgang. Klopp muss entscheiden, ob er auf Erfahrung setzt, auf Spielstil oder auf Zukunft. Und ausgerechnet Neuer, obwohl längst nicht mehr im Nationaltrikot, spielt dabei weiter eine entscheidende Nebenrolle.

Quelle: DW Deutsch