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Politik14. Oktober 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Neue Regeln für Social Media

Das Bundeskabinett hat in Deutschland Eckpunkte für strengeren Jugendschutz im Netz beschlossen. Geplant sind unter anderem eine Altersgrenze von 13 Jahren für soziale Netzwerke und eingeschränkte Mini-Konten für Jugendliche.

Neue Regeln für Social Media

Foto: Smallbones / Wikimedia Commons, Public domain

Die Bundesregierung will Kinder und Jugendliche im Netz stärker schützen. Das Kabinett hat dafür jetzt ein Eckpunktepapier verabschiedet, das mehrere neue Regeln für Plattformen wie TikTok, Snapchat oder Instagram vorsieht. Im Zentrum steht eine Altersgrenze von 13 Jahren auf nationaler Ebene. Nur Angebote, die nachweislich kindgerecht sind, sollen davon ausgenommen werden.

Mini-Konten und gestufte Grenzen

Für Minderjährige zwischen 13 und 18 Jahren sind gestaffelte Beschränkungen geplant. Jugendliche ab 13 sollen laut Papier sogenannte Mini-Konten nutzen dürfen, die von den Eltern eingerichtet und begleitet werden. Diese Accounts sollen nur eingeschränkte Funktionen bieten und auf eine Stunde Nutzung pro Tag begrenzt sein.

  • Mindestalter für viele soziale Netzwerke: 13 Jahre
  • Ausnahmen nur für kindgerechte Angebote
  • Mini-Konten ab 13 mit elterlicher Aufsicht
  • Maximal eine Stunde Nutzung täglich

Auch KI-Unterricht für Kinder geplant

Neben den Social-Media-Regeln sieht das Papier ein einheitliches Schulungsangebot für Grundschulkinder vor. Unter dem Namen „KI-Seepferdchen“ sollen Kinder lernen, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz zu erkennen und besser einzuordnen. Außerdem ist eine bundesweite Informationskampagne geplant, die auf Risiken digitaler Medien aufmerksam machen und Hilfsangebote bekannter machen soll. Zunächst sollen dabei vor allem Eltern von Vorschulkindern erreicht werden. Der Start ist noch vor Jahresende vorgesehen.

Fest steht allerdings nur die politische Richtung, noch nicht der Zeitpunkt der Umsetzung. Die beschlossenen Eckpunkte sind kein fertiges Gesetz, sondern zunächst eine Absichtserklärung. Familienministerin Karin Prien erklärte, junge Menschen müssten auch digital sicher und selbstbestimmt aufwachsen können. Auf EU-Ebene gibt es zwar bereits ähnliche Pläne mit dem „EU Kids Act“, bis gemeinsame Regeln beschlossen sind, dürfte es aber noch dauern.

Quelle: Tagesschau