Neue Raketen aus Nordkorea
Nordkorea hat laut Südkorea erneut zwei Geschoße von seiner Ostküste abgefeuert. Seoul spricht von einem schwerwiegenden Verstoß, Japan meldet scharfen Protest gegen Pjöngjang.

Die Spannungen in Ostasien nehmen erneut zu: Nordkorea hat nach Angaben aus Seoul wieder zwei Geschoße ins Meer abgefeuert. Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte, dass darunter mindestens eine ballistische Rakete gewesen sei.
Der Generalstab der südkoreanischen Armee teilte mit, dass am Sonntag ein Abschuss aus dem Gebiet um Wonsan an der nordkoreanischen Ostküste entdeckt worden sei. Zum zweiten Geschoß lagen zunächst keine genauen Informationen vor. Aus Japan hieß es jedoch, dass es sich wahrscheinlich in beiden Fällen um ballistische Raketen gehandelt habe.
Krisentreffen in Seoul
Die südkoreanische Führung reagierte umgehend. Das Nationale Sicherheitsbüro von Präsident Lee Jae Myung berief laut Präsidialamt eine Krisensitzung ein, um das weitere Vorgehen zu beraten. Die Regierung in Seoul wertete die Starts als schweren Verstoß gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats und forderte Nordkorea auf, solche Tests sofort zu beenden.
- Abschüsse von der Ostküste Nordkoreas
- Mindestens ein Projektil als ballistische Rakete erkannt
- Seoul beruft Krisensitzung ein
- Japan legt Protest gegen den Vorfall ein
Auch Japan reagiert scharf
Auch in Tokio sorgten die Abschüsse für Alarm. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo legte die japanische Regierung scharfen Protest ein. Der Vorfall wurde dort als Gefahr für Frieden und Sicherheit in der Region bezeichnet.
Damit bleibt die Lage rund um die koreanische Halbinsel angespannt. Neue Details zu Flugbahn oder Reichweite der Geschoße wurden zunächst nicht bekannt. Klar ist aber: Die neuerlichen Starts dürften die Sicherheitslage in der Region weiter belasten.
Quelle: ORF