Neue Raketen aus Nordkorea
Nordkorea hat nach Angaben aus Südkorea und Japan erneut mehrere ballistische Raketen abgefeuert. Die Geschosse flogen laut Berichten rund 900 Kilometer und landeten im Meer außerhalb von Japans Wirtschaftszone.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel bleibt angespannt: Nordkorea hat nach Angaben aus Südkorea und Japan erneut mehrere ballistische Raketen gestartet. Demnach wurden die Geschosse aus dem Raum Pjöngjang abgefeuert und flogen etwa 900 Kilometer in Richtung Japanisches Meer, bevor sie ins Wasser stürzten.
Wie südkoreanische Medien unter Berufung auf den Generalstab berichteten, handelt es sich um einen weiteren Test in einer Serie ähnlicher Starts. Auch aus Japan kamen entsprechende Angaben: Laut Berichten des Senders NHK landeten die Raketen außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes im Meer. Welche Raketentypen eingesetzt wurden, ist bislang nicht bekannt.
Keine Erklärung aus Pjöngjang
Aus Nordkorea selbst gab es zunächst keine Stellungnahme. Damit bleibt offen, warum der Test genau jetzt erfolgte. Klar ist aber: Die Spannungen zwischen Seoul und Pjöngjang haben in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen.
- Am vergangenen Donnerstag testete Südkorea erstmals einen Hyperschallgleiter.
- Zuvor waren an der stark gesicherten Grenze drei südkoreanische Soldaten durch eine Mine verletzt worden.
- Seoul machte dafür eine nordkoreanische Landmine verantwortlich, Pjöngjang wies das zurück.
Weitere Tests in kurzer Folge
Der aktuelle Abschuss ist kein Einzelfall. Bereits am 3. Oktober soll Nordkorea eine Rakete aus der Gegend um Wonsan gestartet haben. Schon am 20. September war laut den Berichten mindestens eine weitere ballistische Rakete im Meer gelandet. Solche Starts sind dem Land durch Resolutionen des UN-Sicherheitsrats eigentlich untersagt – trotzdem setzt Pjöngjang die Tests immer wieder fort.
Quelle: Tagesschau