Netflix baut rund 1.000 Jobs ab
Netflix streicht rund sechs Prozent seiner Stellen und reagiert damit auf das langsamere Wachstum des Geschäfts. Betroffen sind laut US-Medien unter anderem Personal, Recht und Technologie.

Foto: Wikimedia Commons / Daniel Benavides from Austin, TX, CC BY 2.0
Beim Streamingriesen Netflix kommt es zu einem deutlichen Einschnitt: Das Unternehmen will rund sechs Prozent seiner Stellen abbauen. Das geht laut US-Medien aus einer E-Mail hervor, die die beiden Konzernchefs Greg Peters und Ted Sarandos an die Belegschaft geschickt haben sollen.
Nach den jüngsten verfügbaren Unternehmensangaben beschäftigte Netflix Ende des vergangenen Jahres etwa 16.000 Menschen. Hochgerechnet würde der angekündigte Schritt damit ungefähr 1.000 Jobs betreffen. Hintergrund ist nach Unternehmensangaben ein Geschäft, das derzeit nicht so schnell wächst wie erhofft.
Diese Bereiche sind betroffen
Wie das Branchenblatt „Variety“ berichtet, soll der Stellenabbau mehrere Abteilungen treffen. Genannt werden dabei nicht nur klassische Verwaltungsbereiche, sondern auch technische Teams. Gleichzeitig betont die Unternehmensführung, dass Netflix weiter Geld in Felder stecken will, die als besonders wachstumsstark gelten.
- Personal
- Recht
- Technologie
In der internen Mitteilung verwiesen Peters und Sarandos demnach darauf, dass das Unternehmen bei seinen Ausgaben diszipliniert bleiben und klare Prioritäten setzen müsse. Der Sparkurs bedeutet also nicht, dass Netflix überall den Rückwärtsgang einlegt – sondern gezielter investieren will.
Blick auf die nächsten Zahlen
Spannend wird nun, was die nächsten Geschäftszahlen zeigen. Netflix will bereits in der kommenden Woche seine aktuellen Quartalsergebnisse vorlegen. Sarandos hatte schon vor einigen Wochen bei einem Konferenzauftritt eingeräumt, dass das Wachstum langsamer ausfalle, als ihm lieb sei. Nutzerzahlen veröffentlicht der Konzern inzwischen nur noch unregelmäßig. Die jüngsten verfügbaren Daten stammen von Ende 2025 – damals lag Netflix mit 325 Millionen Kundenhaushalten weiter klar an der Spitze im Streamingmarkt.
Quelle: ORF