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Sport29. Oktober 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Mit 16 schon Millionen wert

Der 16-jährige JJ Gabriel von Manchester United hat noch kein Profispiel bestritten – und ist trotzdem schon ein großes Geschäft. Mehr als eine Million Instagram-Follower und ein Nike-Vertrag machen das Talent früh zur Marke.

Mit 16 schon Millionen wert

Foto: tagblatt

Der Fall JJ Gabriel zeigt, wie früh der internationale Fußball heute auf seine Stars von morgen setzt. Der erst 16 Jahre alte Nachwuchsspieler von Manchester United hat bei den Profis noch keine Minute absolviert – und ist trotzdem längst im Fokus der Branche. Millionen fließen bereits in Talente, die noch minderjährig sind und sportlich noch ganz am Anfang stehen.

Bemerkenswert ist dabei vor allem, wie stark sich Sport und Vermarktung inzwischen überlagern. Gabriel bringt es auf über eine Million Follower auf Instagram und hat bereits einen Vertrag mit Nike. Bekannt wurde er schon als Kind durch ein YouTube-Video, das rund 30 Millionen Aufrufe erreichte. Damit ist er nicht nur Fußballtalent, sondern schon früh eine öffentliche Figur mit kommerziellem Wert.

Früher Hoffnungsträger, heute schon Marke

Genau darin liegt der Kern der Debatte. In der Podcast-Reihe „Hinter der Schlagzeile“ wird Gabriels Beispiel als Symbol für eine Entwicklung im Weltfußball beschrieben: Früher kam erst der Erfolg auf dem Platz, danach folgte die Rolle als Werbeträger. Heute kann es umgekehrt laufen. Jugendliche Spieler werden schon vor dem ersten Profieinsatz zu handelbaren Namen.

  • 16 Jahre alt
  • Noch kein Einsatz bei den Profis
  • Über eine Million Instagram-Follower
  • Nike-Vertrag bereits unterschrieben

Kindeswohl und Geschäftsdruck

Der Fall wirft deshalb größere Fragen auf: Wann wird ein Kind im Spitzensport zur Handelsware? Welche Wirkung hat der Leitfaden der FIFA zum Kindeswohl? Und was geschieht mit jenen, die den Sprung am Ende nicht schaffen? Hinzu kommt: Dank seiner irischen Wurzeln könnte Gabriel trotz Brexit schon vor seinem 18. Geburtstag in ein EU-Land wechseln – anders als etwa ein brasilianischer Spieler. Auch das zeigt, wie eng Talent, Herkunft und Marktwert inzwischen miteinander verknüpft sind.

Gabriels Geschichte steht damit nicht nur für ein außergewöhnliches Fußballversprechen, sondern auch für ein System, das Kindheit, Reichweite und Karrierechancen immer früher in Geld verwandelt.

Quelle: tagblatt