Mihambo verpasst EM-Medaille
Malaika Mihambo ist bei der EM in Birmingham im Weitsprung ohne Medaille geblieben. Nach 6,94 Metern und mehreren Fehlversuchen kämpfte die Olympiasiegerin im TV-Interview mit den Tränen.

Für Malaika Mihambo ist die Leichtathletik-EM in Birmingham mit einer herben Enttäuschung zu Ende gegangen. Die deutsche Weitsprung-Star blieb im Finale ohne Edelmetall und ging damit bei einer Europameisterschaft zum ersten Mal seit 2014 leer aus. Dabei hatte sie sich in der Qualifikation noch mit einem starken Sprung auf 7,10 Meter im dritten Versuch ins Finale gerettet.
Schwierige Bedingungen im Alexander Stadium
Schon im Finale zeigte sich früh, dass an diesem Abend Weiten über sieben Meter nötig sein würden, um ganz vorne mitzuspringen. Im Alexander Stadium machte vor allem der kräftige Rückenwind den Springerinnen das Leben schwer: Er brachte zwar gute Weiten, erschwerte aber zugleich einen sauberen Anlauf. Zur Halbzeit lagen die ersten fünf Athletinnen gerade einmal sechs Zentimeter auseinander.
Mihambo eröffnete mit 6,94 Metern, doch danach lief kaum noch etwas zusammen. Es folgten drei ungültige Versuche, später noch ein Sprung auf 6,70 Meter. Auch im letzten Durchgang gelang ihr nicht mehr der Sprung auf das Podium.
- Gold: Larissa Iapichino (Italien)
- Silber: Jasmin Sawyers (Großbritannien)
- Bronze: Hilary Kpatche (Frankreich)
Tränen im TV-Interview
Nach dem Wettkampf war der Frust der Olympiasiegerin deutlich zu sehen. Im Interview in der ARD standen Mihambo die Tränen in den Augen. Sie sprach von einem insgesamt guten Wettkampf, verwies aber auch auf technische Probleme: Mal sei sie beim Absprung zu weit weg gewesen, nach der Korrektur dann zu weit drüber. Ihre Reaktion fiel trotz der Enttäuschung gefasst aus — im Sport gewinne man eben nicht immer.
Vor der EM war Mihambo noch mit viel Selbstvertrauen angereist und hatte auf starke Trainingswerte verwiesen. Ihr Blick geht nun nach vorn: Bei der WM im kommenden Jahr und bei Olympia 2028 in Los Angeles will sie noch einmal angreifen. Danach könnte Schluss sein — Mihambo hatte bereits erklärt, dass sie ihre Karriere nicht endlos fortsetzen wolle, sondern sich nach 2028 neue Ziele vorstellen könne.
Foto: Wikimedia Commons / Dmitry Rozhkov, CC BY-SA 3.0
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