Messi feiert, Ronaldo hadert
Bei zwei Fußball-Ikonen endet eine Ära völlig unterschiedlich: Lionel Messi wurde in Buenos Aires emotional verabschiedet, Cristiano Ronaldo verließ nach einem Streit mit Trainer Jorge Jesus vorzeitig Portugals Teamquartier.
Zwei große Karrieren, zwei völlig verschiedene Abschiede: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo stehen offenbar vor dem Ende ihrer Zeit in den Nationalteams. Während Messi in Argentinien unter Tränen gefeiert wurde, sorgte Ronaldo in Portugal mit einem abrupten Abgang aus dem Teamlager für Schlagzeilen.
Ronaldo rechnet mit dem Trainer ab
Der 41-Jährige erklärte in einem Instagram-Statement, Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus habe eine Abmachung nicht eingehalten. Ronaldo war bereits aus dem Teamcamp in Kopenhagen abgereist, nachdem er zuvor beim Nations-League-Spiel in Norwegen über die komplette Spielzeit auf der Bank geblieben war. Vor der Partie gegen Dänemark hatte Jesus dann öffentlich gesagt, dass Ronaldo erneut nicht von Beginn an spielen werde.
In seiner Stellungnahme entschuldigte sich Ronaldo bei den portugiesischen Fans und seinen Mitspielern, verteidigte aber zugleich seine Entscheidung. Er habe das Trainingslager verlassen, weil das Vertrauen in den Coach beschädigt gewesen sei. Jesus stellte später klar, dass eine Rückkehr grundsätzlich möglich sei. Eine Entschuldigung von ihm gab es allerdings nicht.
- Norwegen-Spiel: Ronaldo blieb 90 Minuten ohne Einsatz
- Vor Dänemark: Jesus kündigte erneut keinen Startelfplatz an
- Folge: Ronaldo reiste vorzeitig aus dem Teamcamp ab
Messis letzter Abend wird zur Gefühls-Show
Ganz anders lief der Abschied von Lionel Messi. Beim 3:0 gegen Benin in Buenos Aires absolvierte der 39-Jährige sein letztes Spiel im Trikot Argentiniens. In seinem 208. Länderspiel traf er noch einmal selbst und kam damit auf 126 Tore für die Nationalmannschaft.
Rund 85.000 Fans im ausverkauften Monumental-Stadion feierten ihren Star mit großer Emotion. Nach dem Spiel wurde bei einer Lichtshow sogar Messis Silhouette mit dem WM-Pokal an den Himmel projiziert. Der Angreifer sprach von einer Ehre, das Trikot über 20 Jahre getragen zu haben, und machte deutlich, wie schwer ihm der Abschied fällt. Damit endet eine Nationalmannschafts-Ära – mit Applaus in Buenos Aires und offenen Wunden in Portugal.
Quelle: DW Deutsch