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Politik8. Oktober 2026, 11:02 Uhr · von Redaktion

Mehr als 30 Tote nach Angriffen

Nach einem massiven russischen Angriff auf die Ukraine ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 30 gestiegen. Besonders schwer traf es Pryluky in der Region Tschernihiw, wo ein Wohnhaus zerstört wurde.

Mehr als 30 Tote nach Angriffen

Foto: Star61 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Folgen der jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine werden immer gravierender: Nach Angaben ukrainischer Behörden stieg die Zahl der Todesopfer bis Donnerstag auf 32 Menschen. Mehr als 100 Personen wurden verletzt. Besonders heftig traf es die Stadt Pryluky in der nördlichen Oblast Tschernihiw.

Dort schlug in der Nacht auf Mittwoch eine Rakete in ein fünfstöckiges Wohnhaus ein und brachte das Gebäude zum Einsturz. Laut Einsatzkräften kamen in Pryluky allein 22 Menschen ums Leben. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Tschaus, sprach zudem von mehreren getöteten Kindern und zahlreichen Verletzten. Ob noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind, war zunächst unklar.

Angriffe in mehreren Städten

Nicht nur Pryluky wurde getroffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete weitere Todesopfer in Kiew, Olexandrija und Krementschuk. In Kiew wurde ebenfalls ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt, während viele Bewohnerinnen und Bewohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten. Aus Krementschuk wurden nach einem Drohnenangriff rund 50 Verletzte gemeldet.

  • Tote auch in Kiew, Olexandrija und Krementschuk
  • Schäden an Industrieanlagen in Dnipro
  • Verkehrsinfrastruktur in Saporischschja beschädigt
  • Notabschaltungen des Stromnetzes in fünf Regionen

Energieversorgung erneut im Visier

Selenskyj erklärte, Russland habe bei der Angriffswelle 70 ballistische Raketen und Marschflugkörper verschiedener Typen eingesetzt. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, 39 davon abgefangen zu haben. Nach Darstellung des Präsidenten war vor allem die Energieinfrastruktur Ziel der Attacken. In der Ukraine wächst damit erneut die Sorge, dass Russland wie in den vergangenen Wintern gezielt die Stromversorgung schwächen will.

Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem „massiven Schlag“ gegen militärisch-industrielle Einrichtungen und nannte unter anderem Ziele in Kiew und anderen Städten. Selenskyj verwies außerdem darauf, dass die Angriffe mit dem Geburtstag von Wladimir Putin zusammenfielen. Gleichzeitig berichtete er von ukrainischen Gegenangriffen auf russische Ölanlagen sowie weitere Ziele in Perm, Samara und Astrachan.

Quelle: ORF