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Sport30. Oktober 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Mbappé bringt On in Bedrängnis

Kylian Mbappé sorgt nach spöttischen Aussagen über Mao Zedong in China für Ärger. Für die Schweizer Sportfirma On kommt der Wirbel kurz nach dem Start der Partnerschaft zur Unzeit.

Mbappé bringt On in Bedrängnis

Foto: bzbasel

Für die Schweizer Sportmarke On hätte der Einstieg ins Fußballgeschäft kaum holpriger beginnen können. Erst Mitte September hatte das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Kylian Mbappé vorgestellt. Nun steht der französische Superstar bereits im Zentrum eines Eklats mit Folgen für China – und damit auch für einen wichtigen Markt von On.

Auslöser waren spöttische Äußerungen Mbappés über Mao Zedong rund um die Ballon-d’Or-Verleihung. In China fiel die Reaktion heftig aus: Zwei lokale Sponsoren beendeten laut Bericht sofort ihre Zusammenarbeit mit dem Offensivstar. Zudem kündigte die staatliche China Media Group an, künftig weder Spiele von Real Madrid noch Werbung mit Mbappé zu zeigen. Der Spieler entschuldigte sich, später zog auch Real Madrid mit einem öffentlichen Sorry nach.

On hält sich öffentlich zurück

Von On gibt es bislang nur eine vorsichtige Reaktion. Sprecherin Karin Montani erklärte, die Aussagen von Sportlerinnen und Sportlern seien deren persönliche Ansichten. Zugleich nehme man Mbappés Entschuldigung zur Kenntnis und betone den eigenen Respekt gegenüber dem chinesischen Volk und dessen kulturellem Erbe. Ob On im Hintergrund auf eine schnelle Entschuldigung hingewirkt hat, ließ das Unternehmen offen.

Zur Frage, wie man mit Risiken rund um prominente Markenbotschafter umgeht, verweist On auf langfristige und wertebasierte Partnerschaften. Kurzfristige Schlagzeilen seien nicht der Maßstab, zugleich erwarte die Firma von ihren Partnern Respekt und Fairness.

Ein schlechter Start in ein neues Geschäft

Besonders brisant ist der Zeitpunkt, weil On mit Mbappé gezielt den Angriff auf die großen Fußballmarken wagen will. Der Franzose soll nicht nur Werbefigur sein, sondern auch bei der Entwicklung neuer Schuhe und Kleidung mitarbeiten. Was sich On den Deal kosten lässt, ist nicht bekannt.

  • Partnerschaft mit Mbappé seit Mitte September
  • China gilt für On als wichtiger Markt
  • Mbappé soll On im Fußball gegen Nike, Puma und Adidas positionieren

Neben Mbappé hat On zuletzt auch die Schweizer Fußballerin Sidney Schertenleib unter Vertrag genommen. Doch der aktuelle Wirbel zeigt schon kurz nach dem Start: Ein prominenter Zugang kann nicht nur Strahlkraft bringen, sondern auch zum Risiko für die Marke werden.

Quelle: bzbasel