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Sport18. August 2026, 17:00 Uhr · von Redaktion

Matthäus sieht Kane ganz vorn

Lothar Matthäus hält Harry Kane vom FC Bayern für den Topfavoriten auf den Ballon d’Or. Trotz verpasstem WM- und Champions-League-Finale habe der Engländer 2026 mit starken Leistungen sowie Meisterschaft und DFB-Pokal überzeugt.

Matthäus sieht Kane ganz vorn

Foto: mz

Harry Kane darf sich laut Lothar Matthäus große Hoffnungen auf den Ballon d’Or machen. Der Rekord-Nationalspieler sieht den Torjäger des FC Bayern München derzeit als aussichtsreichsten Kandidaten für die Auszeichnung als bester Fußballer der Welt. In seiner Sky-Kolumne macht Matthäus klar: Für ihn hat Kane den Preis in diesem Jahr am meisten verdient.

Der frühere Weltmeister verweist dabei vor allem auf Kanes Saison mit dem FC Bayern. Der Engländer holte mit den Münchnern die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal und zeigte nach Einschätzung von Matthäus über das gesamte Jahr hinweg konstant starke Leistungen. Besonders hebt er hervor, dass sich Kane keine echte Schwächephase geleistet habe.

Internationale Titel fehlen

Ganz ohne Makel ist die Bilanz aus Sicht von Matthäus allerdings nicht. Dass Kane weder bei der Weltmeisterschaft noch in der Champions League das Endspiel erreichte, wertet er als einzigen größeren Nachteil im Rennen um den Ballon d’Or. Mit Bayern scheiterte der Angreifer im Halbfinale der Königsklasse an Paris Saint-Germain, mit England war bei der WM im Halbfinale gegen den späteren Vizeweltmeister Argentinien Schluss.

  • Deutsche Meisterschaft mit Bayern
  • DFB-Pokal-Sieg
  • Champions-League-Aus im Halbfinale
  • WM-Aus im Halbfinale mit England

Verleihung im Oktober in London

Schon an diesem Mittwoch erhält Kane zunächst eine andere wichtige Ehrung: den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas. Der Ballon d’Or wird dann am 26. Oktober vergeben — und zwar erstmals in London. Für Matthäus ist der Bayern-Stürmer dafür der Mann, den es zu schlagen gilt.

Kane selbst gibt sich deutlich vorsichtiger. Bei seiner Rückkehr ins Training des deutschen Rekordmeisters betonte er zuletzt, dass die Entscheidung nicht in seiner Hand liege. Er habe mit seinen Leistungen alles getan, was möglich gewesen sei. Am Ende, so seine Haltung, entscheiden andere über den Gewinner.

Quelle: mz