Maffay und Oerding in Nashville
Peter Maffay und Johannes Oerding haben für ihr erstes gemeinsames Studioalbum den Weg nach Nashville auf sich genommen. Das Projekt setzt auf handgemachte Songs, starke Stimmen und Botschaften über Zusammenhalt und Hoffnung.

Foto: lomazoma
Peter Maffay und Johannes Oerding wagen ein gemeinsames Album – und dafür zieht es das Duo gleich mehrere tausend Kilometer weit nach Nashville. In der US-Musikmetropole ist ihr erstes gemeinsames Studioalbum entstanden, das zwei sehr unterschiedliche Stimmen zusammenführt: hier Maffays markantes, tiefes Timbre, dort Oerdings hellere, fast zerbrechlich wirkende Tonlage.
Zwei Stimmen, ein gemeinsamer Sound
Schon der Opener „Weiter“ macht deutlich, wohin die Reise geht: nicht in Richtung musikalischer Revolution, sondern hin zu solider, handgemachter Gitarrenmusik mit viel Gefühl. Gerade dieses Zusammenspiel scheint den Reiz auszumachen. Die Songs wirken wie das Ergebnis einer Begegnung, die längst fällig war – getragen von Nähe, Respekt und einer hörbaren Vertrautheit zwischen beiden Künstlern.
Musikalisch bewegt sich das Album klar im klassischen Singer-Songwriter-Rahmen, angereichert mit Country- und Americana-Anklängen. Dazu gehören erdige Akustikgitarren, Lap-Steel-Sounds und immer wieder dieser Hauch von Lagerfeuerromantik. Inhaltlich setzen Maffay und Oerding auf Themen, die beide seit Jahren prägen: Liebe, Freundschaft, Hoffnung und Zusammenhalt.
Zwischen Lagerfeuer und klarer Haltung
Zu den im Text hervorgehobenen Stücken zählen:
- „Weiter“
- „A life long is not long“
- „It’s nice that you exist“
- „Pub Skiffle“
- „Daniela Bar“
- „Sisyphos“
Neben den warmen, teils tanzbaren Momenten blendet das Album auch die Gegenwart nicht aus. Im Song „Sisyphos“ beziehen die beiden Musiker Stellung gegen Krieg, Flucht, Angst und Elend und werben für Frieden und Miteinander. Die Botschaft dahinter ist klar: Gemeinsam lässt sich mehr erreichen, auch über Generationen hinweg. Peter Maffay ist 77, Johannes Oerding 44 – und genau dieser Altersunterschied wird hier nicht zum Hindernis, sondern zur Stärke.
Quelle: lomazoma