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Politik25. Oktober 2026, 19:00 Uhr · von Redaktion

Machado wieder in Venezuela

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ist nach rund zehn Monaten im Exil in ihr Heimatland zurückgekehrt. Wo sie sich aufhält, ist noch unklar, ihre Rückkehr gilt aber als starkes politisches Signal.

Machado wieder in Venezuela

Foto: Wikimedia Commons / Gabo Bracho, CC BY-SA 4.0

María Corina Machado ist wieder in Venezuela. Die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin meldete sich am Sonntag über X mit einer kurzen Botschaft zurück. Bestätigt wurde ihre Ankunft auch von ihrem Verbündeten Edmundo González Urrutia, der den Schritt als wichtigen Moment für das Land bezeichnete. Details zu ihrem Aufenthaltsort oder den Umständen der Einreise nannten beide zunächst nicht.

Rückkehr nach Monaten im Exil

Machado war vor rund zehn Monaten heimlich aus Venezuela ausgereist. Zuvor hatte sie seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 im Verborgenen gelebt. Ihre Flucht führte sie in Richtung Norwegen, wo sie anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises erwartet wurde. Nach Angaben ihrer Sprecherin verletzte sie sich bei einer riskanten Bootsfahrt und kam deshalb zu spät zur Zeremonie in Oslo. Den Preis nahm damals ihre Tochter stellvertretend entgegen.

Zuletzt lebte Machado im Exil in Panama. Ihre Partei Vente Venezuela erklärte, dass ihr eine Rückkehr mehrfach verwehrt worden sei. Nun fällt ihre Heimkehr in eine politisch aufgeladene Lage: Erst am Donnerstag hatten in Caracas rund 2.000 Demonstranten ihre Rückkehr gefordert. Auch im westlichen Bundesstaat Táchira gingen Menschen auf die Straße und verlangten zudem Wahlen.

Angespannte Lage im Land

Machado steht seit Jahren für den politischen Machtwechsel in Venezuela. Bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 durfte sie nicht kandidieren. Danach erklärte sich Nicolás Maduro zum Sieger, während die Opposition den Wahlsieg für González Urrutia reklamierte. Im Anschluss gingen die Behörden massiv gegen Regierungsgegner vor, zahlreiche Oppositionelle verließen das Land.

  • Präsidentschaftswahl: Juli 2024
  • Machados Ausreise: Dezember 2025
  • Rückkehr nach Venezuela: Oktober 2026

Seit der Festnahme Maduros in Caracas durch US-Soldaten Anfang Januar wird die Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt. Vor diesem Hintergrund dürfte Machados Rückkehr weit über ein persönliches Comeback hinausgehen. Für viele Anhänger der Opposition ist sie ein Signal, dass der Machtkampf im Land in eine neue Phase treten könnte.

Quelle: Tagesschau