Lückenkemper klar raus
Gina Lückenkemper hat das 100-Meter-Finale bei der EM in Birmingham deutlich verpasst. Die frühere Europameisterin lief im Halbfinale 11,28 Sekunden und landete insgesamt nur auf Rang 15.

Für Gina Lückenkemper ist der Traum vom nächsten EM-Coup über 100 Meter früh geplatzt. Die frühere Europameisterin schied bei den Titelkämpfen in Birmingham bereits im Halbfinale aus und kam mit 11,28 Sekunden in der Gesamtwertung nur auf Platz 15. Damit war das Finale für die 29-Jährige außer Reichweite.
Lückenkemper hatte sich für das Halbfinale automatisch qualifiziert, konnte dort aber nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Nach ihrem Lauf zeigte sie sich trotzdem nicht unzufrieden und verwies auf ihre schwierige Vorbereitung. Schon nach den deutschen Meisterschaften hatte sie offen angesprochen, dass die Wochen vor der EM alles andere als ideal liefen.
Zeckenbiss bremste die Vorbereitung
Ein Rückschlag Ende Juni wirkte lange nach: Vor dem Diamond-League-Meeting in Paris wurde Lückenkemper von einer Zecke in den Hinterkopf gebissen. Danach war sie über Wochen ausgebremst. Bei den deutschen Meisterschaften in Bochum reichte es vor gut zwei Wochen deshalb auch nur zu Rang drei.
- Halbfinal-Zeit: 11,28 Sekunden
- Gesamtplatz: 15
- DM-Ergebnis zuletzt: Platz drei in Bochum
Auch Haase ohne Finalchance
Aus deutscher Sicht lief es auch für Rebekka Haase nicht besser. Die 33-Jährige blieb im Halbfinale mit 11,36 Sekunden ebenfalls chancenlos. Chelsea Kadiri war schon im Vorlauf ausgeschieden. Den Europameistertitel sicherte sich vor heimischem Publikum Amy Hunt in 11,00 Sekunden vor Ewa Swoboda aus Polen und Delphine Nkansa aus Belgien.
Für das deutsche Sprint-Team richtet sich der Blick nun auf die Staffel. Dort reist die Mannschaft mit Rückenwind an: Das Frauen-Quartett gewann zuletzt Bronze bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris und auch bei der WM im vergangenen Jahr in Tokio.
Foto: rhein-zeitung