Kristersson räumt in Schweden
Nach der Parlamentswahl in Schweden tritt Regierungschef Ulf Kristersson zurück. Die von den Sozialdemokraten geführte Opposition kommt laut vorläufigem Ergebnis auf 176 von 349 Sitzen.

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Nach der Wahlniederlage seines Lagers zieht Ulf Kristersson die Konsequenz: Der konservative schwedische Ministerpräsident hat sein Rücktrittsgesuch beim Parlamentspräsidenten eingereicht. Veröffentlicht wurde der Schritt auf X. Auslöser ist das vorläufige Ergebnis der Parlamentswahl, bei der die Opposition knapp vor dem bisherigen Regierungsblock liegt.
Knappe Mehrheit für Andersson-Lager
Nach Auszählung aller Stimmen kommt die von den Sozialdemokraten angeführte Opposition auf 176 von 349 Sitzen im Reichstag. Das bisherige konservative Lager aus der Dreiparteienregierung und den Rechtspopulisten erreicht 173 Mandate. Unterstützt wird Oppositionsführerin Magdalena Andersson von vier Parteien.
- Sozialdemokraten
- Linke
- Grüne
- liberale Zentrumspartei
Kristersson erklärte in seinem Schreiben, die Regierungsbildung könne schwierig werden, weil Aussagen der Parteien vor dem Wahltag mehrere Koalitionsmodelle erschwerten. Nun brauche es Offenheit und Gespräche mit allen Parteien, um eine stabile und handlungsfähige Regierung möglich zu machen. Die nächsten formalen Schritte liegen jetzt beim Parlamentspräsidenten.
Endgültiges Ergebnis erst am Wochenende
Besonders spannend: Direkt nach der Wahl war das Rennen zwischen den politischen Blöcken noch so eng, dass sich zunächst niemand klar zum Sieger erklären konnte. Erst nach der Auszählung der letzten Briefwahlstimmen ergab sich die knappe Mehrheit für die Opposition. Das endgültige Wahlergebnis wird erst am Wochenende erwartet.
Stärkste Kraft bleiben die Sozialdemokraten mit 28 Prozent, auch wenn sie im Vergleich zu 2022 Stimmen verloren. Ebenfalls Rückgänge verzeichneten die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mit 17,5 Prozent. Die drei bisherigen Regierungsparteien legten zwar leicht zu, verfehlten wegen der Verluste ihres Partners aber am Ende die Mehrheit. Die Wahlbeteiligung lag laut vorläufiger Zählung bei 84,8 Prozent und damit leicht über dem Wert von 2022.
Quelle: ORF