Kosovo wählt neue Präsidentin
Kosovo hat eine neue Staatspräsidentin: Im Parlament in Pristina wurde Justina Shiroka-Pula mit 81 von 120 Stimmen gewählt. Damit wurden drohende Neuwahlen in letzter Minute verhindert.

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Im Kosovo ist die Hängepartie um das Staatsoberhaupt beendet: Das Parlament in Pristina hat Justina Shiroka-Pula zur neuen Präsidentin gewählt. Die 72-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin erhielt 81 von 120 Stimmen und kam damit auf die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit. Mit der Entscheidung wurde zugleich eine politische Zuspitzung verhindert, denn bei einem weiteren Scheitern hätten Neuwahlen gedroht.
Shiroka-Pula war kurz vor der Abstimmung von Premierminister Albin Kurti als Kandidatin ins Rennen geschickt worden. Sie gehört der liberalen Oppositionspartei PDK an. Im Parlament fiel das Votum klar aus: Neben den 81 Stimmen für Shiroka-Pula gab es eine Stimme für die Gegenkandidatin Eliza Hoxha, dazu kamen zwei ungültige Stimmen.
Letzte Chance vor der Frist
Die Abstimmung fand zum letztmöglichen Zeitpunkt statt. Wäre erneut keine Präsidentin oder kein Präsident gewählt worden, hätte das Parlament aufgelöst werden müssen. Die Folge wären die vierten Neuwahlen in weniger als zwei Jahren gewesen.
- Amt des Staatsoberhaupts seit April unbesetzt
- Mandat von Vjosa Osmani war ausgelaufen
- Amtseid direkt nach der Wahl im Parlament
Erste Frau an der Spitze der Akademie
Shiroka-Pula sass bereits von 2011 bis 2014 für die PDK im Parlament. Ihre Parteiämter legte sie 2017 nieder. Seit Dezember des Vorjahres steht sie als erste Frau an der Spitze der Akademie der Wissenschaften des Kosovo. Unmittelbar nach ihrer Wahl legte sie im Parlament den Amtseid ab.
Mit der Einigung endet damit eine monatelange Vakanz an der Staatsspitze. Seit April war das Präsidentenamt unbesetzt, nachdem das Mandat von Vjosa Osmani geendet hatte. Mehrere Anläufe zur Wahl einer Nachfolge waren zuvor gescheitert.
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