Kim setzt sich vor Gericht durch
Im Rechtsstreit mit Ray J dürfen Kim Kardashian und Kris Jenner vor dem Los Angeles County Superior Court weitermachen. Ein Richter ließ ihre Verleumdungsklage zu, der Prozess ist derzeit für Mai 2028 angesetzt.

Kim Kardashian und ihre Mutter Kris Jenner haben im Streit mit Ray J einen ersten juristischen Erfolg erzielt. Ein Richter am Los Angeles County Superior Court lehnte den Versuch des Sängers ab, die Klage der beiden Frauen schon vorab aus dem Verfahren zu nehmen. Damit kann ihre Verleumdungsklage vorerst weiterlaufen. Ein Prozesstermin ist aktuell für Mai 2028 vorgesehen.
Kim und Kris werfen Ray J vor, mit seinen Aussagen ihren Ruf beschädigt zu haben. Auslöser waren öffentliche Behauptungen des Musikers, wonach es angeblich Ermittlungen wegen organisierter Kriminalität gegen das Mutter-Tochter-Duo gebe. Außerdem soll er erklärt haben, die Sache werde noch schlimmer als der Fall rund um Diddy.
Richter folgt Ray Js Argument nicht
Vor Gericht verteidigte sich Ray J damit, seine Aussagen seien überspitzt gewesen und eher als Meinung denn als Tatsachenbehauptung zu verstehen. Einen Teil seiner Äußerungen habe er zudem gemacht, weil er irrtümlich angenommen habe, sein Livestream sei bereits beendet. Der Richter sah das anders: Ein vernünftiger Zuschauer könne die Aussagen durchaus als konkrete Behauptungen auffassen. Auch sei nicht ausgeschlossen, dass Ray J wusste, dass die Übertragung noch lief.
- Die Klage von Kim Kardashian und Kris Jenner bleibt bestehen.
- Der Prozess ist derzeit für Mai 2028 angesetzt.
- Ray Js Anwalt will gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
Auch eine Gegenklage läuft noch
Ray Js Anwalt Howard King kündigte laut TMZ bereits an, umgehend in Berufung zu gehen. Nach seiner Darstellung sei Ray Js durch den ersten Verfassungszusatz geschütztes Recht auf freie Meinungsäußerung verkannt worden. Er geht zudem davon aus, dass die Berufung das Verfahren aussetzt und es womöglich gar nicht zu einem Prozess kommen könnte.
Im Hintergrund des Streits steht weiterhin das frühere Sextape von Kim Kardashian und Ray J, die vor Jahren ein Paar waren. Zusätzlich läuft noch eine Gegenklage des Sängers gegen Kim und Kris. Darin wirft er ihnen vor, eine vertrauliche Vereinbarung aus dem Jahr 2023 gebrochen zu haben. Nach seiner Version waren ihm sechs Millionen Dollar zugesagt worden, wenn künftig niemand mehr öffentlich über das Video spricht. Diese Gegenklage ist bislang nicht entschieden.
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