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Politik28. September 2026, 07:01 Uhr · von Redaktion

Israel straft Niederlande ab

Israel entzieht niederländischen Diplomatinnen und Diplomaten in Ramallah die Akkreditierung. Die Regierung reagiert damit auf ein niederländisches Einfuhrverbot für Waren aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland.

Israel straft Niederlande ab

Foto: Wikimedia Commons / Sharon Gabay, CC BY-SA 3.0

Der diplomatische Streit zwischen Israel und den Niederlanden spitzt sich zu: Israel hat den niederländischen Diplomatinnen und Diplomaten bei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah den Status entzogen. Die Maßnahme kommt laut israelischer Regierung als direkte Antwort auf die niederländischen Sanktionen gegen israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland.

Reaktion auf Importstopp

Konkret geht es um ein Einfuhrverbot der Niederlande für Waren aus diesen Siedlungen. Dieses Verbot war erst in der vergangenen Woche in Kraft getreten. Nun zieht Israel nach und verschärft den Ton gegenüber dem EU-Land auch auf diplomatischer Ebene.

Außenminister Gideon Saar erklärte auf der Plattform X, dass die in Ramallah eingesetzten niederländischen Diplomatinnen und Diplomaten ihre von Israel ausgestellten Dokumente innerhalb von sieben Tagen zurückgeben müssen. Damit wird ihre bisherige Akkreditierung praktisch beendet.

Auch Großbritannien betroffen

Der Schritt ist nicht die erste Maßnahme dieser Art in jüngster Zeit. Bereits Anfang des Monats hatte Israel die Schließung des britischen Konsulats in Ostjerusalem angeordnet. Dieses Konsulat war die Vertretung Großbritanniens bei der Palästinensischen Autonomiebehörde.

  • Israel entzieht niederländischen Diplomaten in Ramallah die Akkreditierung
  • Auslöser ist das niederländische Importverbot für Siedlungswaren
  • Die Rückgabe der israelischen Dokumente soll binnen sieben Tagen erfolgen
  • Schon zuvor hatte Israel gegen die britische Vertretung in Ostjerusalem vorgegangen

Damit wächst der Druck in einem ohnehin angespannten Verhältnis weiter. Die neue Entscheidung zeigt, wie schnell wirtschaftliche Sanktionen in der Region auch unmittelbare diplomatische Folgen haben können.

Quelle: ORF