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Sport3. August 2026, 11:00 Uhr · von Redaktion

Infantino unter Druck

Fifa-Präsident Gianni Infantino gerät nach gescheiterten Investorenplänen massiv unter Druck. Die Uefa prüft laut Berichten rechtliche Schritte, während erste Verbände ihre Unterstützung für eine Wiederwahl 2027 entziehen.

Infantino unter Druck

Für Gianni Infantino wird die Luft an der Spitze des Weltfussballs spürbar dünner. Nach den gescheiterten Investorenplänen wächst der Widerstand gegen den Fifa-Präsidenten, der sich am 18. März 2027 beim 77. Fifa-Kongress in Rabat laut Statuten ein letztes Mal für vier Jahre zur Wahl stellen könnte. Doch ob es dazu in geordneten Bahnen kommt, ist derzeit offen.

Uefa erhöht den Druck

Besonders scharf greift die Uefa den Fifa-Chef an. Wie der „Telegraph“ und die „Financial Times“ berichten, soll der europäische Verband Infantino aufgefordert haben, sämtliches Material rund um die Investorenpläne zu sichern und nicht zu vernichten. Demnach gingen entsprechende Schreiben auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der in dem Projekt eine wichtige Rolle gespielt haben soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Laut den Berichten prüft die Uefa zudem juristische Schritte, ein mögliches Schiedsverfahren und Beschwerden bei zuständigen Aufsichtsbehörden. In einer ungewöhnlich harten Stellungnahme machte der Verband deutlich, dass das Vertrauen in die aktuelle Fifa-Führung massiv gelitten habe. Vor allem die geheimen und im Eiltempo vorangetriebenen Pläne sorgen für heftige Kritik.

Widerstand aus mehreren Richtungen

Nicht nur die Uefa, sondern auch der Kontinentalverband Concacaf soll den Druck auf Infantino erhöhen. Spaniens Ligaboss Javier Tebas fordert sogar offen eine neue Führung für den Weltfussball. Aus seiner Sicht braucht es modernere Strukturen, mehr Glaubwürdigkeit und Entscheidungen, die gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren getroffen werden.

  • Wahltermin laut Statuten: 18. März 2027 in Rabat
  • Uefa prüft rechtliche Schritte gegen die Fifa
  • Wales hat Infantino bereits die Unterstützung entzogen

Ein erstes klares Signal kommt aus Wales: Als erster einzelner Verband hat der walisische Fussball-Verband seine Unterstützung für Infantinos Wiederwahl öffentlich zurückgezogen. Begründet wurde das mit Mängeln bei Führung, Entscheidungsprozessen, Kommunikation und Verbandsführung. Damit steht fest: Die Debatte um die Zukunft des Fifa-Präsidenten hat längst eine neue Eskalationsstufe erreicht.