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Sport5. August 2026, 17:04 Uhr · von Redaktion

Infantino unter Druck

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine engsten Mitarbeiter zu einer Krisensitzung nach Rabat geladen. Nach einem gescheiterten Investorendeal, neuen Vorwürfen und schwindender Rückendeckung wächst der Druck auf den Schweizer massiv.

Infantino unter Druck

Bei der FIFA spitzt sich die Lage für Präsident Gianni Infantino zu. Für Mittwoch rief der Schweizer seine wichtigsten Mitarbeiter zu einer Krisensitzung in Rabat zusammen. Ausgerechnet dort ist für den 18. März 2027 der nächste FIFA-Kongress geplant – jenes Treffen also, bei dem Infantino ein letztes Mal zur Wiederwahl antreten könnte.

Krisentreffen in Rabat

Der Anlass für das Treffen ist brisant: Nach dem gescheiterten Investorendeal gerät Infantino immer stärker unter Beschuss. Laut den Berichten, auf die sich die Meldung stützt, bleibt offen, was genau in Rabat besprochen werden soll. Klar ist aber, dass der FIFA-Chef nicht nur nach außen, sondern auch intern Vertrauen zurückgewinnen muss.

Selbst enge Weggefährten gehen inzwischen auf Abstand. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström mahnte in einer an Mitarbeiter gerichteten Mail zur Ruhe und Professionalität. Auch FIFA-Direktor Arsène Wenger distanzierte sich öffentlich von dem umstrittenen Plan und erklärte, er sei daran nicht beteiligt gewesen und habe erst aus den Medien davon erfahren.

Neue Vorwürfe aus mehreren Richtungen

Zusätzlich machen neue Anschuldigungen die Lage heikel. Prinz Ali bin al-Hussein, Präsident des jordanischen Fußballverbands und früherer Gegenkandidat Infantinos, sprach auf X von Druck auf Mitgliedsverbände, der aus seiner Sicht an Erpressung grenze. Er betonte zugleich, dass Jordanien Infantino weder früher unterstützt habe noch dies nun tun werde.

  • Vorwürfe über Druck auf Mitgliedsverbände
  • Kritik aus dem engeren FIFA-Umfeld
  • Beschwerden über ausstehende Zahlungen an WM-Gastgeberstädte

Auch aus den USA kommt neuer Ärger: Nach einem Bericht von The Athletic warten mehrere Gastgeberstädte der Weltmeisterschaft demnach noch immer auf mündlich zugesagte sogenannte Legacy-Gelder in Höhe von jeweils einer Million Dollar. Damit wächst der Druck auf Infantino fast im Stundentakt – und ob der Weg zu seiner nächsten Wiederwahl wirklich frei ist, wirkt derzeit offener denn je.