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Politik24. September 2026, 15:01 Uhr · von Redaktion

Indonesien kämpft gegen Feuer

In Indonesien brennen auf Borneo und Sumatra weiter riesige Waldflächen. Laut Tagesschau sind rund 200.000 Hektar betroffen, mehr als 10.000 Schulen geschlossen und große Teile Südostasiens leiden unter dem Smog.

Indonesien kämpft gegen Feuer

Foto: Wikimedia Commons / .1./.I. .Pradika Ind, Public domain

In Indonesien ist die Lage wegen der anhaltenden Waldbrände weiter dramatisch. Trotz wochenlanger Einsätze sind die Feuer noch nicht unter Kontrolle. Nach Angaben aus dem Bericht sollen inzwischen rund 200.000 Hektar abgebrannt sein. Besonders schwer getroffen sind der indonesische Teil von Borneo und die Insel Sumatra — zwei der größten Regionen des Landes.

Die Folgen spüren Millionen Menschen im Alltag. In der Stadt Pontianak zeigen Behörden die Luftqualität sogar auf einer großen Anzeigetafel an — mit dem Warnhinweis, dass die Luft gefährlich ist. Händler und Anwohner klagen über Atemprobleme, gleichzeitig bleiben viele Kunden aus. Seit Anfang Dezember mussten wegen der schlechten Luftwerte mehr als 10.000 Schulen schließen. Rund 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler konnten nur noch online von zu Hause aus lernen.

Smog belastet die ganze Region

Der Rauch bleibt nicht auf Indonesien beschränkt. Große Teile Südostasiens leiden unter dichtem Smog und den gesundheitlichen Folgen. Seit Wochen berichten Menschen in der Region von Atemwegserkrankungen, Husten, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Damit wird aus den Bränden längst nicht nur ein lokales, sondern ein internationales Problem.

  • betroffene Hauptregionen: Borneo und Sumatra
  • Schulschließungen: über 10.000
  • Schüler im Distanzunterricht: etwa 1,4 Millionen
  • verbrannte Fläche: rund 200.000 Hektar

Feuerwehr kämpft auch unter der Erde

Im Einsatz sind laut Bericht 54.000 Helfer. Die indonesische Armee unterstützt mit Löschflugzeugen, außerdem helfen Malaysia und Japan mit Kräften und Hubschraubern. Besonders schwierig ist die Lage in Moorgebieten, weil sich das Feuer dort unterirdisch ausbreiten kann. Die Einsatzkräfte setzen deshalb auf neue Methoden: Rohre sollen die Flammen im Boden ersticken, zusätzlich wird versucht, mit Chemikalien in Wolken künstlich Regen auszulösen. Noch wirksamer wäre nach Einschätzung der Behörden aber vor allem eines: natürlicher Regen.

Inzwischen wächst auch der politische Druck. Menschenrechtsgruppen in West-Kalimantan haben eine Sammelklage gegen Präsident Prabowo Subianto und seine Regierung eingereicht. Sie verlangen, dass der nationale Katastrophenzustand ausgerufen und Geld aus dem Notfallfonds freigegeben wird.

Quelle: Tagesschau