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Musik & Film12. September 2026, 09:00 Uhr · von Redaktion

Hopkins bringt sein Album raus

Anthony Hopkins veröffentlicht mit 88 sein Orchesteralbum „Life Is a Dream“. Aufgenommen wurde es in London mit Gustavo Dudamel und dem Philharmonia Orchestra.

Hopkins bringt sein Album raus

Foto: Wikimedia Commons / , CC BY-SA 4.0

Anthony Hopkins wechselt mit 88 Jahren noch einmal die künstlerische Spur: Der Oscarpreisträger stellt auf seinem neuen Album „Life Is a Dream“ erstmals seine eigene Musik in den Mittelpunkt. Eingespielt wurde das Werk in London gemeinsam mit Gustavo Dudamel und dem Philharmonia Orchestra.

Ein sehr persönlicher Blick auf sein Leben

Die Platte versammelt zwölf Orchesterstücke und wirkt wie ein musikalischer Rückblick auf Hopkins’ Leben. Statt sich hinter einer Filmfigur zu verbergen, erzählt er hier mit Klang, Dramaturgie und grossen Gefühlen von seiner Herkunft, seinen Erinnerungen und seinen prägenden Stationen. Den Auftakt macht passend eine Fanfare.

Besonders nah geht das Stück „My Fatherland“. Darin erinnert Hopkins an seinen Vater, der als Bäcker im walisischen Port Talbot arbeitete. Traditionelle walisische Melodien fliessen in das Werk ein, gesungen von den Boy Choristers of Winchester Cathedral und dem Bach Choir. Damit knüpft Hopkins an eine britische Kompositionstradition an, in der Volksmusik ihren Platz im Orchester findet.

Zwischen Heimatklang und Hollywood

Musikalisch bewegt sich das Album zwischen britischer Orchestertradition und grossem Filmsound. Der als Komponist autodidaktische Hopkins setzt das Orchester gezielt effektvoll ein und gibt auch einzelnen Instrumenten Raum. Das Klavier spielt dabei eine besondere Rolle: Hopkins lernte es schon als Kind, auf der Aufnahme übernimmt den Part aber der Pianist Sergio Tiempo.

  • Album: „Life Is a Dream“
  • Aufnahmeort: London
  • Mitwirkende: Gustavo Dudamel, Philharmonia Orchestra, Sergio Tiempo

Zu den bekanntesten Stücken dürfte „And the Waltz Goes On“ gehören. Den Walzer schrieb Hopkins bereits als junger Mann; bekannt wurde er 2011 durch André Rieu. Dass die Musik nun in dieser Form veröffentlicht wird, hat auch mit spätem Mut zu tun: Viele Kompositionen begleiten ihn seit Jahrzehnten, öffentlich gemacht hat er sie erst jetzt. Den entscheidenden Anstoss zur Zusammenarbeit mit Dudamel gab laut Bericht Schauspielkollege Bradley Cooper.

Quelle: SRF