Hollywood bebt wegen Mega-Deal
Die Studios Paramount und Warner Brothers sollen künftig unter dem Namen Skydance zusammengeführt werden. Für Fans könnte das mehr Filme, aber auch höhere Streamingpreise und weniger Vielfalt bei neuen Stoffen bedeuten.

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In Hollywood zeichnet sich ein Umbruch mit Wucht ab: Paramount und Warner Brothers sollen künftig unter einem gemeinsamen Dach laufen – und zwar unter dem Namen Skydance. Für Film- und Serienfans ist das eine Nachricht mit vielen Folgen, denn damit rücken auch die Streamingangebote der beiden Konzerne enger zusammen.
Was sich für Streaming-Fans ändern könnte
In der Schweiz sind derzeit Paramount+ und HBO Max verfügbar. Laut Einschätzung von SRF-Filmexperte Enno Reins spricht vieles dafür, dass die beiden Dienste mittelfristig zusammengelegt werden. Wie genau das aussehen wird, ist noch offen. Klar ist aber: Das gemeinsame Archiv wäre riesig.
- Paramount bringt unter anderem Mission: Impossible, Star Trek, Spongebob Schwammkopf und South Park ein.
- Von Warner kommen Marken wie Harry Potter, Friends, Game of Thrones und The White Lotus.
Gleichzeitig dürfte der Deal für Kundinnen und Kunden teuer werden. Der neue Konzern muss hohe Schulden bedienen – und das könnte sich laut SRF auch in steigenden Abo-Preisen niederschlagen.
Mehr Filme – aber auch mehr Sorgen
Beim Kino gibt es zunächst ein klares Versprechen: Skydance will in den nächsten zwei Jahren jeweils 30 Filme pro Jahr produzieren, danach für drei Jahre sogar 32 pro Jahr. Offen bleibt allerdings, welche Art von Filmen am Ende entsteht. Die Sorge: dass riskantere Originalstoffe seltener werden und stattdessen noch mehr Fortsetzungen und Remakes den Markt dominieren.
Ganz ohne Gegenpol läuft die Fusion aber nicht. Skydance muss jedes Jahr Geld in einen Fonds für unabhängige Produktionen einzahlen und zudem vier Independent-Filme pro Jahr veröffentlichen. Trotzdem rechnen viele in der Branche mit Einschnitten. Das Stichwort lautet Synergien: Der Konzern selbst spricht von Einsparungen bei Technologie, Marketing und Immobilien. Frühere Mega-Fusionen in Hollywood haben jedoch gezeigt, dass solche Sparprogramme oft mit vielen Entlassungen enden.
Brisant ist der Zusammenschluss auch politisch. An der Spitze des neuen Unternehmens steht David Ellison, Sohn des Oracle-Mitbegründers Larry Ellison. Wegen der Nähe der Familie zu Donald Trump gibt es Befürchtungen, dass bestimmte Themen künftig heikler werden könnten – etwa Filme über Rassismus oder Gender-Fragen. Auch mit Blick auf CNN wächst die Nervosität: Viele fürchten, dass die journalistische Unabhängigkeit des Senders unter Druck geraten könnte.
Quelle: SRF