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Sport19. August 2026, 17:01 Uhr · von Redaktion

Hinners jagt WM-Medaille

Springreiterin Sophie Hinners geht bei der WM in Aachen mit klarer Ansage an den Start: Die 28-Jährige will eine Medaille. Nach starkem Aufstieg und EM-Bronze zählt sie inzwischen zur Weltspitze.

Hinners jagt WM-Medaille

Foto: The original uploader was Wwbread at Chinese Wikipedia / Wikimedia Commons, Public domain

Sophie Hinners reist mit einer klaren Mission zur WM nach Aachen: Die 28-Jährige will eine Medaille. Die deutsche Springreiterin gehört zum Team der Gastgeber und damit automatisch zum Kreis der Anwärterinnen auf Edelmetall. Doch auch im Einzel muss sie sich nicht verstecken, denn Hinners hat sich in den vergangenen Jahren in der internationalen Spitze festgesetzt.

Rasanter Aufstieg in die Weltelite

Vor fünf Jahren galt Hinners noch als große Hoffnung im deutschen Springsport. Inzwischen ist aus dem Talent eine feste Größe auf höchstem Niveau geworden. Besonders in den vergangenen zwei bis drei Jahren hat sie einen deutlichen Sprung gemacht und sich im sogenannten Fünf-Sterne-Bereich etabliert.

  • 2024: erste Frau als Siegerin im Weltcup-Grand-Prix von Verona
  • 2025: Bronze mit dem deutschen Team bei der Europameisterschaft
  • Vor der WM Platz 23 der Weltrangliste

Zu ihren größten Stärken zählt Hinners selbst vor allem ihre Ruhe im Sattel. Genau diese Konstanz könnte in Aachen ein entscheidender Faktor werden.

Rückenwind durch ein Frauenprojekt

Wichtigen Anteil an ihrer Entwicklung hatte das Iron Dames Projekt. Die Initiative der Schweizer Unternehmerin Deborah Mayer unterstützt seit 2018 gezielt Frauen im Sport, zunächst im Motorsport, seit 2023 auch im Springreiten. Gerade in Disziplinen, in denen Frauen und Männer direkt gegeneinander antreten, soll das Projekt neue Chancen schaffen.

Hinners profitiert dort von Top-Pferden, finanzieller Hilfe und einem professionellen Umfeld. Mit My Prins, Combella und Singclair stehen ihr gleich drei Pferde aus Mayers Besitz zur Verfügung. Bei der WM in Aachen geht sie mit Singclair an den Start, einem elfjährigen Wallach, den Hinners als eher klein, aber besonders kämpferisch und sprunggewaltig beschreibt.

Bemerkenswert: Laut Hinners gibt es keine festgelegte Vertragslaufzeit und auch keine exakt definierten Erfolgsziele. Im Mittelpunkt stehe vielmehr die Förderung von Frauen im Sport. Für Hinners ist das die Grundlage für ihren erstaunlichen Weg nach oben — und vielleicht nun auch für den nächsten großen Coup in Aachen.

Quelle: DW Deutsch