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Sport30. August 2026, 17:42 Uhr · von Redaktion

Frei rast zu WM-Gold

Sina Frei hat bei der MTB-WM im Val di Sole den Cross-Country-Titel geholt. Die Schweizerin siegte klar vor Martina Berta und Nicole Koller, die Bronze gewann.

Sina Frei hat bei der Mountainbike-WM im italienischen Val di Sole den größten Erfolg ihrer Cross-Country-Karriere gefeiert. Die Europameisterin setzte sich im Rennen der Frauen souverän durch und sicherte sich nach EM-Gold nun auch den WM-Titel. Hinter ihr komplettierten die Italienerin Martina Berta und die Schweizerin Nicole Koller das Podest.

Für die Schweiz ist das ein historisch starkes Ergebnis: Erstmals seit 1995 holte das Team wieder zwei WM-Medaillen in einem Cross-Country-Rennen der Frauen. Frei übernahm schon in der ersten von sieben Runden die Spitze und ließ danach keinen Zweifel mehr an ihrer Dominanz aufkommen. Im Ziel lag sie nach 1:27,50 Stunden mehr als eine Minute vor der Konkurrenz. Für die 29-Jährige ist es nach Bronze 2021 im selben Ort die zweite WM-Medaille.

Frühe Attacke, später klarer Vorsprung

Nachdem Frei wenige Tage zuvor im Short Track mit Bronze hadert musste, gelang ihr in der olympischen Disziplin die perfekte Antwort. Schon nach rund sechs Minuten setzte sie sich an die Spitze und kontrollierte das Rennen von dort an konsequent. Damit holte die Schweiz den dritten WM-Titel im Frauen-Cross-Country überhaupt.

  • Gold: Sina Frei
  • Silber: Martina Berta
  • Bronze: Nicole Koller

Koller jubelt, Keller hadert

Spannend wurde es vor allem im Kampf um Silber. Koller und Berta lieferten sich über mehrere Runden ein enges Duell. Zwar schob sich die Schweizerin zwischenzeitlich auf Rang zwei, auf den letzten Metern zog die Italienerin vor heimischem Publikum aber noch vorbei. Für Koller war Bronze trotzdem ein starkes Ergebnis, gerade nach mehreren vierten Plätzen in den vergangenen Monaten.

Weniger gut lief es für Alessandra Keller. Die Schweizerin wurde früh von technischen Problemen eingebremst: Erst sprang die Kette nach wenigen Minuten herunter, später noch einmal in Runde drei. Der Frust war ihr deutlich anzumerken. Mehr als Rang 13 war so nicht mehr drin. Auch Titelverteidigerin Jenny Rissveds verlor nach einem Radwechsel früh entscheidend an Boden und belegte am Ende Platz sieben.

Quelle: SRF