Frankreich riegelt Proteste ab
Frankreich hat vor neuen Protesten landesweit 70.000 Sicherheitskräfte mobilisiert. Bis zum frühen Nachmittag blieb die Lage laut Innenminister Laurent Nuñez weitgehend ruhig, obwohl es bereits erste Festnahmen gab.

Frankreich bereitet sich auf ein neues, heikles Protest-Wochenende vor: Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez sind im ganzen Land 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Ziel ist es, mögliche Ausschreitungen rund um angekündigte Demonstrationen zu verhindern. Bis zum frühen Nachmittag blieb die Lage allerdings vergleichsweise ruhig, auch wenn es bereits erste Festnahmen gab.
Viel Polizei, viele Kontrollen
Besonders sichtbar war vor allem die starke Präsenz der Behörden. Die Polizei kontrollierte vielerorts massiv und setzte damit schon vor dem eigentlichen Höhepunkt der Proteste ein deutliches Signal. Laut dem Newsticker der Quelle wurden 135 Personen festgenommen. Die Sicherheitslage bleibt damit angespannt, auch wenn größere Zwischenfälle zunächst ausblieben.
Präsident Emmanuel Macron hat unterdessen Demonstrationsverbote angekündigt. Außerdem will er den Gewerkschaften alternative Strecken für Protestmärsche vorschlagen. Das sorgt auch für politischen Widerspruch: In der Quelle wird Kritik an eingeschränkten Demonstrationen erwähnt.
Kulturhäuser reagieren
Die angekündigten Proteste wirken sich inzwischen auch auf das Kulturleben aus. Die Kunstmesse Art Basel Paris beendet ihre diesjährige Ausgabe vorzeitig. Mehrere Museen ziehen ebenfalls Konsequenzen: Der Louvre und das Picasso-Museum bleiben am Samstag geschlossen.
- 70.000 Sicherheitskräfte landesweit mobilisiert
- Bis zum frühen Nachmittag überwiegend ruhige Lage
- 135 Festnahmen laut Newsticker
- Louvre und Picasso-Museum am Samstag geschlossen
Nicht nur in Frankreich wächst die Nervosität. Auch in Italien laufen laut Quelle Vorbereitungen auf Demonstrationen. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass das Recht auf friedliche Versammlung respektiert werden müsse. In Frankreich selbst zeigt sich vorerst vor allem eines: ein Land in Alarmbereitschaft.
Quelle: SRF