Frankreich: Demos kippen am Abend
In Frankreich sind bei einem landesweiten Protesttag nach zunächst ruhigem Verlauf Spannungen aufgekommen. Laut Innenministerium beteiligten sich 320.000 Menschen, davon 70.000 in Paris.

Ein landesweiter Protesttag in Frankreich ist am Samstag nach einem zunächst weitgehend ruhigen Beginn am späten Nachmittag angespannter geworden. In mehreren Städten kam es zu Auseinandersetzungen und zu Einsätzen der Sicherheitskräfte. Französische Medien berichteten, dass unter anderem in Paris und Lyon Tränengas eingesetzt wurde; entsprechende Szenen waren auch in Livestreams zu sehen.
Nach Angaben des Innenministeriums gingen landesweit 320.000 Menschen auf die Straße. Allein in Paris sollen es 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewesen sein. Damit zählt die Hauptstadt erneut zu den wichtigsten Schauplätzen des Protesttags.
Spannungen am Ende des Zugs in Paris
In Paris verschärfte sich die Lage laut Berichten, als der Demonstrationszug seinen Endpunkt an der Porte de Chanteron am Stadtrand erreicht hatte. Spezialeinheiten der Polizei forderten die Menschen demnach auf, den Bereich zu verlassen. Die Auflösung der Kundgebung verlief jedoch nur schleppend, wodurch sich die Situation weiter zuspitzte.
Zuvor hatte der Pariser Polizeipräfekt Patrice Faure im Fernsehsender BFMTV noch erklärt, der Protestzug scheine ohne größere Probleme zu verlaufen. Die spätere Entwicklung zeigte jedoch ein anderes Bild.
Auch Marseille betroffen
Nicht nur in Paris und Lyon blieb es unruhig. Aus Marseille wurden Bilder gezeigt, auf denen brennende Gegenstände auf der Straße zu sehen waren. Außerdem waren Feuerwehrkräfte im Einsatz. Der Protesttag begann damit zwar vergleichsweise ruhig, endete in mehreren Städten aber deutlich angespannter.
- 320.000 Demonstrierende landesweit
- 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Paris
- Tränengas in Paris und Lyon
- Feuerwehr-Einsatz in Marseille
Quelle: ORF